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Hänssler-Verlag
30. März 2019

100 Jahre „Zielorientierung im Auftrag des Höchsten“

„100 Jahre Hänssler“ stünden für Mut zu Glauben, Engagement, Durchhaltekraft und für „Zielorientierung im Auftrag des Höchsten“, so der Unternehmer Friedhelm Loh.
„100 Jahre Hänssler“ stünden für Mut zu Glauben, Engagement, Durchhaltekraft und für „Zielorientierung im Auftrag des Höchsten“, so der Unternehmer Friedhelm Loh.

Sindelfingen (idea) – Führende Persönlichkeiten aus der evangelikalen Bewegung haben dem Hänssler-Verlag zum 100-jährigen Bestehen gratuliert. „Der beste Radiergummmi der Welt kann die Spuren, die Sie hinterlassen haben, nicht ausradieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Christliche Medien (SCM, Witten), der Unternehmer Friedhelm Loh (Haiger), am 29. März beim Festakt in Sindelfingen an Verleger Friedrich Hänssler gewandt. „100 Jahre Hänssler“ stünden für Mut zu Glauben, Engagement, Durchhaltekraft und für „Zielorientierung im Auftrag des Höchsten“. Seien in den Gründungsjahren des Verlags die Not groß und die Kirchen voll gewesen, seien heute die Taschen der meisten Menschen voll, aber ihre Seelen leer, so Loh. Leider seien auch viele Predigten weder Salz der Erde noch Licht der Welt. Eine liberale Theologie und der Zeitgeist nagten am Fundament des Glaubens vieler Christen. Gebraucht werde daher ein klares christliches Bekenntnis, das zwar zeitgemäß sei, aber nicht an den Zeitgeist angepasst. Hierzu wolle die Stiftung Christliche Medien, zu der der Hänssler-Verlag gehört, einen Beitrag leisten.

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Kauder: „Brauchen Medien, die den christlichen Glauben transportieren“

Der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (Berlin), würdigte den Hänssler-Verlag als „Glücksfall“ für das, was Christen unter die Menschen zu bringen versuchten: „Wir brauchen Medien, die den christlichen Glauben transportieren.“ Deutschland sei in weiten Teilen Missionsland geworden. Für die Zukunft des Landes sei nicht entscheidend, wie viele Muslime hier lebten, sondern wie viele Christen es gebe, die sich auch öffentlich für ihren Glauben einsetzten. Kauder appellierte an die rund 500 Gäste des Festakts, ihren Glauben in der Öffentlichkeit nicht schreckhaft und verschüchtert zu verschweigen.

Hänssler: Gottes roter Faden in der Verlagsgeschichte

Friedrich Hänssler konnte aus Krankheitsgründen nicht anwesend sein. Seine Rede wurde verlesen. „Gott hat seinen roten Faden durch unser Leben und die Verlagsgeschichte gezogen“, erklärte der 92-Jährige darin. Dafür gebühre Gott alle Ehre. Zu allen Zeiten habe der Hänssler-Verlag Wegleiter im Dschungel der Verirrungen sein wollen. Im Festgottesdienst hatte Theologieprofessor und Buchautor Hans-Joachim Eckstein (Tübingen) erklärt, die Zukunft des Verlagswesens sei möglicherweise nicht sicher. Christliche Verlage aber seien gut beraten, Christus stets ins Zentrum zu stellen. Friedrich Hänssler hatte den Verlag seines Vaters 1959 übernommen und fortan die christliche Medienlandschaft geprägt. 2002 geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde daraufhin von der Stiftung Christliche Medien übernommen.

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