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Bibel und Bekenntnis
15. September 2020

Parzany: Christen soll Retterliebe antreiben

Der Evangelist und Vorsitzende des Netzwerks „Bibel und Bekenntnis“, Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: Martin Weinbrenner
Der Evangelist und Vorsitzende des Netzwerks „Bibel und Bekenntnis“, Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: Martin Weinbrenner

Villingen-Schwenningen (idea) – Der Zweck der Mission besteht nicht darin, andere Menschen zu verurteilen, sondern sie davor zu bewahren, verloren zu gehen. Das sagte der Vorsitzende des „Netzwerks Bibel und Bekenntnis“, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), in Villingen-Schwenningen beim ersten Regionaltreffen des Netzwerks.

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Aus diesem Anlass trafen sich 85 Teilnehmer aus evangelischen Landes- und Freikirchen, der katholischen Kirche und Gemeinschaftsverbänden. Der Evangelist fragte nach den Motiven derjenigen, die für die Unverfälschtheit des Evangeliums eintreten: „Tun wir es aus Retterliebe, oder sind wir rechthaberische Betonköpfe?“ Dies sei die Nagelprobe für die Arbeit des Netzwerks.

Es gebe viele Möglichkeiten, um Wege zu den Herzen der Menschen zu finden: „Die Liebe ist erfinderisch und phantasiereich, die Fantasie ist die Tochter der Liebe. Sucht Wege zu den Herzen der Menschen!“ Jeder sei aufgerufen, an seinem Platz Gottes Zeuge zu sein und Menschen in seinem Wirkungskreis von Jesus zu erzählen.

Um Jesus ins Zentrum zu stellen, muss man wissen, wer Jesus ist

Viele Christen behaupteten zwar, man solle sich nicht wegen Detailfragen wie den Segnungen oder Trauungen von Homo-Ehen in den Landeskirchen streiten, sondern Jesus in die Mitte stellen. Er wolle dann jedoch wissen, welcher Jesus gemeint sei: „Welcher Jesus soll uns einen, wenn das, was in der Bibel über Jesus steht, gar nicht oder nur teilweise wahr ist? Was wissen wir von Jesus, wenn wir der Bibel nicht vertrauen können?“ Sie gebe nicht die Meinung von Menschen wieder, sondern sei das „Dokument der Offenbarung Gottes“ und beanspruche deshalb göttliche Autorität.

Die Veranstaltung war das erste von insgesamt sieben geplanten Regionaltreffen des Netzwerks in ganz Deutschland. Die beiden Organisatoren, Reinhard Späth und Dieter Jauch, teilten der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit, dass aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Krise ein Teil der Interessierten habe abgewiesen werden müssen, um die Abstände im Tagungsgebäude einzuhalten.

Allerdings wurde der Vortrag auch per Livestream übertragen und ist weiterhin auf YouTube sowie der Webseite des Netzwerks abrufbar. Das Treffen solle der „Ermutigung und Orientierung in dieser verwirrenden Zeit dienen, Vertrauen in die Gültigkeit und absolute Autorität der Bibel stärken und durch persönliches Kennenlernen eine Vernetzung unter Christen ermöglichen“, so die Veranstalter.

Zu dem 2016 gegründeten Netzwerk gehören derzeit rund 2.750 Christen.