Sonntag • 19. Mai
IVCG-Präsident
07. Mai 2019

"Manager sollen den Glauben leben!"

Yves Ettlin:
Yves Ettlin: "Ganz wichtig war mir immer, dass entlassene Menschen nicht zwischen die Maschen fallen und ihr Gesicht wahren können. Oft habe ich im Gebet nach Lösungen gesucht." Foto: Andrea Vonlanthen

(idea) -  Welches sind Ihre Lieblingsschuhe, Yves Ettlin?
Meine Winterboots trage ich besonders gerne. Die geben warm und sind angenehm zu tragen. Im Frühling trage ich Sneakers am liebsten. Das sind die bequemen, sportlichen Schuhe mit den oft weissen Sohlenrändern.

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Sie waren einer von vier Geschäftsführern der Dosenbach-Ochsner AG, des grössten Schuh- und Sporteinzelhändlers in der Schweiz. Was lag Ihnen näher: die Schuhe oder der Sport?
Beides lag mir nahe. Ich bin sportlich sehr interessiert und habe die Nähe zu vielen Sportlern geschätzt. Wir hatten etliche Spitzensportler unter Vertrag. Aber der Schuh als vielfältiges Gehwerkzeug für den täglich Gebrauch hat mich ebenso fasziniert.

Warum gingen Sie gerade zu Dosenbach-Ochsner?
Vor neun Jahren kam ein Headhunter auf mich zu. Ich hatte mir immer gesagt, wenn zum Abschluss meiner Karriere noch ein Job von dieser Grössenordnung auf mich zukommen sollte, würde ich nicht Nein sagen. Für mich war diese Stelle ein Geschenk Gottes.

Warum haben Sie sich nun mit 62 pensionieren lassen?
Ich bin seit 32 Jahren bekennender Christ. Es war immer mein Wunsch, mehr Zeit für Gott und die Ausbreitung des Evangeliums zu haben. Ich kann mich nun vertieft solchen Aufgaben widmen und mir Zeit nehmen für Gespräche mit Mitmenschen. Der Ausstieg zum jetzigen Zeitpunkt aus dem operativen Geschäft war ideal, denn ich habe einen sehr guten Nachfolger gefunden.

Wo hat Sie als Manager am meisten der Schuh gedrückt?
Sehr herausfordernd war immer wieder die Personalführung. Die Mitarbeiter erwarten, dass ein bekennender Christ als Chef besonders nett ist. Doch als Manager kommt man nicht um harte Entscheide herum, auch als Christ nicht. Ganz wichtig war mir immer, dass entlassene Menschen nicht zwischen die Maschen fallen und ihr Gesicht wahren können. Oft habe ich im Gebet nach Lösungen gesucht.

Das vollständige Interview können Sie im Wochenmagazin 19-2019 lesen.

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