Sonntag • 24. März
Predigt
01. März 2019

Lütz: Wir müssen wieder lernen, verständlich von Gott zu reden

Der katholische Theologe, Psychiater und Bestsellerautor Manfred Lütz. Foto: idea/Wolfgang Köbke
Der katholische Theologe, Psychiater und Bestsellerautor Manfred Lütz. Foto: idea/Wolfgang Köbke

Karlsruhe (idea) – Christen müssen wieder lernen, über Gott verständlich zu reden. Diese Ansicht vertrat der katholische Theologe, Psychiater und Bestsellerautor Manfred Lütz (Köln) am 28. Februar in Karlsruhe. Er sprach dort beim Kongress Christlicher Führungskräfte. Ihm zufolge können Christen vom Reformator Martin Luther (1483–1546) lernen, der dem „Volk aufs Maul“ geschaut habe. Damit möglichst viele Zuhörer die Inhalte verstünden, täten Pfarrer gut daran, ihre Predigten vorab von einer atheistischen Supermarktkassiererin lesen zu lassen und alles, was sie nicht verstehe, zu streichen.

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Glück ist für jeden Menschen etwas anderes

Wie Lütz weiter sagte, haben alle Menschen den Wunsch, glücklich zu sein. Diese Sehnsucht sei ungebrochen. Die „ganze Glücksindustrie“, die mit dem Verkauf von Ratgebern zum Glücklichsein viel Geld verdiene, „funktioniert nur, weil sie nicht funktioniert“. Denn sonst brauchte man keine Seminare oder Bücher zu dem Thema mehr. Für jeden Menschen bedeute Glück etwas anderes und sei deswegen auch nicht definierbar. Man verbinde damit bestimmte Orte, Landschaften und Begegnungen, die niemand so erlebt habe wie man selbst. Der 11. Kongress Christlicher Führungskräfte findet noch bis zum 2. März mit über 200 Ausstellern und 3.150 Teilnehmern in Karlsruhe statt. Veranstalter ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea. Der Kongress, der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindet, soll Führungskräfte aus Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft ermutigen, in der Arbeitswelt nach christlichen Werten zu leben. Er hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Wertekongress im deutschsprachigen Europa entwickelt.

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