Mittwoch • 14. November
Indicamino
23. Oktober 2018

Indigene brauchen Unterstützung

Indigenen dienen: Daniel Zingg (li.) und der neue Missionsleiter Adrian Schenk.
Indigenen dienen: Daniel Zingg (li.) und der neue Missionsleiter Adrian Schenk.

Idea / Indicamino

In Effretikon lud das Missionswerk Indicamino am 20. Oktober Interessierte und Freunde zu einem „Blick nach Südamerika“ ein. Bernd Rosenthaler hiess rund 150 Besucher in der reformierten Kirche zu Inputs und Workshops willkommen.

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Indigene höher ausgebildet

Dass die gesellschaftlichen Veränderungen auch vor Indicamino nicht Halt machen, bestätigte der neue Missionsleiter Adrian Schenk: „In Peru, wo die Arbeit unter indigenen Stämmen in Südamerika 1956 begann, starteten 1996 17 Prozent der Bewohner eine höhere Ausbildung, 2003 waren es bereits 43 Prozent!“ Die technologische Entwicklung erschüttere die indigene Kultur zutiefst.
Bibelschullehrer Daniel Zingg wies auf die Herausforderung beim Unterricht für indigene Pastoren hin. Sie seien an mündliche Überlieferung gewohnt und entstammten einem ganz anderen Kulturkreis. Zum Beispiel sei die Polygamie stärker vertreten als in Europa. Hier gelte es, nicht zu verurteilen, sondern zu begleiten und hin zu führen zu selbstständigem Denken und Entscheiden.
Ziel von Indicamino in Peru, Bolivien und Kolumbien ist es, Einheimische theologisch und ganzheitlich zu fördern, um selber „Licht zu sein“ im Stamm. Sie werden etwa auch in Mechanik, Holzbearbeitung oder Kleintierhaltung ausgebildet. Ursina Brosi von der Krankenstation in Peru wies auf die zahlreichen gesundheitlichen Tücken hin, denen sie tagtäglich begegnet.
„Jeder ist von Gott berufen“, sagen Silas und Yvonne Bargen, die bald nach Peru ausreisen. Als Vorbereitung absolvierten sie einen AEM-Kulturkurs, befassten sich mit Kommunikationsformen und Persönlichkeitstest. Am meisten halfen ihnen die Begegnungen mit langjährigen Missionaren. Eine Herausforderung war für sie der Aufbau eines Freundeskreises.

www.indicamino.org

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