Sonntag • 24. März
Peter Hahne
12. März 2019

Christen müssen eine neue Leidenschaft für die Bibel entdecken

Der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne. Foto: www.peter-hahne.de
Der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne. Foto: www.peter-hahne.de

Lübbecke (idea) – Christen müssen eine neue Leidenschaft für die Wahrheit der Bibel entdecken und vorleben. Diese Ansicht vertrat der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne (Berlin) am 11. März im ostwestfälischen Lübbecke. Er hielt einen Vortrag mit dem Titel „(Über-)Lebensfrage: An welchen Werten wir festhalten müssen“. Hahne rief die rund 800 Zuhörer dazu auf, „keine mundgerechten Häppchen auf dem Buffet der Weltanschauungen zu liefern, sondern das biblische Schwarzbrot des Evangeliums, um den Lebenshunger einer rat- und rastlosen Gesellschaft zu stillen.“ Das langjährige pietistische Ratsmitglied der EKD sparte nicht mit Kritik am eigenen Lager. So sei es trauriger als jede universitäre Bibelkritik, dass sich auch Evangelikale an der Demontage der Bibel beteiligten und Bibeltreue mit Weltfremdheit gleichsetzten. „Der damalige Alarm um die Bibel heult heute im eigenen Haus, da brauche ich gar nicht erst mit Fingern auf die liberale Kirche oder den autoritären Islam zu zeigen.“ Die Frage sei heute nicht mehr, ob der Islam, sondern ob das Christentum noch zu Deutschland gehöre, so der frühere ZDF-Moderator. Wer das wertvolle Evangelium durch Beliebigkeit zur Billigware herabwürdige, versündige sich nicht nur an Gott, sondern auch am Mitmenschen. Hahne appellierte an die Christen: „Seid strahlende Leuchttürme der Wahrheit im Nebel des Zeitgeistes, keine trüben Tranfunzeln einer belanglosen und angepassten Allerweltstheologie!“

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Traditionsreiche Vortragsreihe wird eingestellt

Hahne sprach im Rahmen der Vortragsreihe „Zeitfragen – Streitfragen“, die von dem Arbeitskreis Lübbecke der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ organisiert wird. Er lädt seit 1969 zu vier Vorträgen pro Jahr über theologische und gesellschaftliche Themen ein. Die Reihe wird in diesem Jahr zum letzten Mal veranstaltet. Sie wird von den Organisatoren aus Altersgründen eingestellt. Sichtlich bewegt dankte der gebürtige Ostwestfale Hahne den emeritierten Pfarrern Wolfgang Koch und Klaus Richter (beide Preußisch Oldendorf), die diese traditionsreiche Veranstaltungsreihe bis ins hohe Alter „gestemmt“ hätten: „Ich war als Schüler bei den ersten Abenden dabei, sie haben mich geprägt und zum Theologiestudium gebracht. Die Bekenntnisbewegung ist Teil meiner Lebens- und Segensgeschichte, das danke ich ihr auf ewig!“ Die Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ tritt nach eigenen Angaben für die Bewahrung der biblischen Botschaft und der reformatorischen Grundlagen ein. Als Gründungsdatum gilt der 6. März 1966. Damals versammelten sich 24.000 Christen zu einer Großkundgebung in der Dortmunder Westfalenhalle. Sie protestierten gegen eine Verfälschung der Bibel und gegen die Politisierung der Kirche.

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