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Jürg Opprecht - Hotel Lenkerhof
13. Juli 2020

„Juni war erfolgreichster Monat“

Jürg Opprecht, 5 Sterne-Hotelbesitzer und Entwicklungshelfer aus christlicher Überzeugung. Bild: zvg
Jürg Opprecht, 5 Sterne-Hotelbesitzer und Entwicklungshelfer aus christlicher Überzeugung. Bild: zvg

Lenk (idea/dg) - „Hat viele Facetten oder Gegensätze: Jürg Opprecht ist Hotelier, Unternehmer, Entwicklungshelfer, Künstler, Christ“, schreibt SRF als Einleitung zu einem Interview, weil Jürg Opprecht mit seinem Hotel Lenkerhof den erfolgreichsten Monat dieses Hotels hinter sich hat. Dem Hotel komme sicher der grosse Anteil an Schweizer Gästen und angesichts Corona die Lage auf dem Land entgegen, erklärt Jürg Opprecht im Interview. Selber in einer Industriellen-Familie aufgewachsen, hatte Opprecht bei zahlreichen Reisen ins Ausland schon vor dem Erwerb des Lenkerhofs beobachtet, dass die allermeisten Hoteliers über einen schlechten Geschäftsgang klagten, wenige aber ihr Hotel-Gewerbe als sehr profitabel bezeichneten. „Dass sie Top-Qualität mit einem lässigen Auftritt verbinden“, zeichnet laut Opprecht diese erfolgreiche Hotel-Minderheit aus. In diesem Stil funktioniert auch der Lenkerhof.

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„Es gibt Wichtigeres als der Lenkerhof“

Jürg Opprecht kennt in seinem Leben auch Rückschläge. Nach einem Konkurs einer seiner Firmen in der IT-Branche habe er Gott vertraut, dass er die richtigen Schlüsse daraus ziehe, sagt er im SRF-Interview weiter. Er wollte ehrlich mit sich selber und den anderen sein. „Ich kam nie in die Situation, dass ich sagte: ‚Warum lässt Gott das zu?‘“ Und auf die spätere Krebserkrankung und die aktuelle Parkinson-Krankheit angeprochen: „Wenn wir einmal sterben und im neuen Leben weiterleben, wird das Leben gut sein. Das gab mir immer wieder Kraft.“ Wenn Gott es wolle, könne er ihn noch heute nach Hause nehmen. Im Leben gebe es mit der Zeit auch Wichtigeres als einen Lenkerhof. „Das Wichtigste ist, dass ich mit Gott und den Menschen im Frieden lebe.“ Gott sei aber nicht gegen Erfolg, ist Jürg Opprecht überzeugt. Die Frage sei, was man mit dem Erfolg mache. Indem er der Berufung gefolgt sei, in armen Ländern mit der Stiftung BPN Arbeitsplätze zu schaffen, habe er die richtige Entscheidung gefällt. Auf seine Ziele für die Zukunft angesprochen, sagt der 70-jährige: „In meinem Leben gibt es noch Schwachstellen, und ich will an diesen Punkten arbeiten.“