Freitag • 22. Februar
Gebet und Evangelisation beim WEF
24. Januar 2019

Wie Christen WEF-Teilnehmern dienen

Am Weltwirtschaftsforum sind Menschen, die Gottes Wirken brauchen. Bild: Stephan Maag
Am Weltwirtschaftsforum sind Menschen, die Gottes Wirken brauchen. Bild: Stephan Maag

Davos (idea) – Beten und das Evangelium erklären. Stephan Maag vom Verein Fingerprint ist in diesen Tagen zusammen mit Studentinnen und Studenten von Jugend mit einer Mission in Davos auf der Strasse. Mit dabei ist ein fingerprint-Team aus der Ukraine, weil Davos in diesen Tagen auch von zahlreichen Russen und Ukrainern besucht wird.

ANZEIGE

Beten für die Teilnehmenden

Auf Facebook berichtet Stephan Maag von besonderen Momenten: „Ein Asiate hat uns einfach so mitgenommen in eine Veranstaltung und wir haben den Klitschko-Brüdern zugehört. Später hatte ich den Eindruck für einen Mann zu beten. Er hat sich als Delegationsleiter einer Handelskammer herausgestellt. Das Gebet hat ihn sichtlich bewegt.“ Überhaupt ist Maag erstaunt, wie viele Menschen offen sind für das Gebet. „Für den Abschlusstag des WEF haben wir eine Bewilligung für eine grössere Veranstaltung für Jesus“, schaut Maag gegenüber idea auf den Freitag voraus. Er betont, dass er und die Teams für die Gebetsunterstützung von zahlreichen Christen dankbar sind.

Davoser FEG in internationalen Medien

Auch die Davoser Kirchen sind vom WEF betroffen. Die FEG vermietet ihre Räumlichkeiten während dieser Tage für das WEF. Das bescherte ihrem Pastor Marc Schmed ein Interview mit der internationalen Presseagentur AFP und führte zu einem Bericht in der renommierten französischen Zeitung Le Temps. Weiter ist Marc Schmed für den Freitag zu einem runden Tisch zum Thema Nachhaltigkeit des WEF geladen. Da werden Vertreter des Weltwirtschaftsforums mit Personen diskutieren, welche mit den lokalen Themen rund um diese Grossveranstaltung konfrontiert sind. Die Davoser Landes- und Freikirchen veranstalten während dem WEF eine liturgische Feier und Momente der Stille unter dem Titel „Schweigen und Beten am WEF“.

pray4wef in seinem zweiten Jahr

Nicht vor Ort, aber nicht weniger aktiv ist Samuel Landolt aus Maienfeld mit seiner Initiative pray4wef. Täglich veröffentlicht er Gebetsanliegen rund um das WEF-Programm. Zum zweiten Mal beten Christen so rund um die Uhr für die Besucher des Davoser Weltwirschaftsforums, deren Länder und für die in Davos betroffenen Behörden und die Bevölkerung. „Aufgrund eines WEF-Vortrags legte sich mir dieses Jahr das Thema der Gewalt gegen Frauen besonders aufs Herz“, nennt er gegenüber idea ein Thema von weltweiter Brisanz. Landolt nahm im Vorfeld auch mit verschiedenen Akteuren rund um das WEF Kontakt auf. Einzelne nannten ihm denn auch konkrete Anliegen und bedankten sich für die Gebete.

Mobilisierung war schwieriger

Seine eigene Gebetszeit erlebte Samuel Landolt sehr intensiv. Beterinnen und Beter vom letzten Jahr hatten ihm immer wieder Rückmeldungen gegeben, dass sie Gott in diesen Zeiten auf sehr persönliche Weise erlebt hatten. Die Mobilisierung lief dieses Jahr aber nicht so leicht wie beim ersten pray4wef. Christliche Medien berichteten weniger. Eine Woche vor WEF-Beginn waren dann doch alle Zeitfenster abgedeckt. Mittlerweile sind etwa 50 Prozent der Zeitfenster doppelt abgedeckt. Etwa 70 Personen oder Gruppen haben sich diesmal für Gebetszeiten eingetragen. Landolt selber hatten die an seinem Wohnort vorbeifliegenden Helikopter für die Anliegen des WEF sensibilisiert und zu pray4wef inspiriert. (Autor: David Gysel)

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.