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Neuenhausen
12. Juli 2019

Aus der Offenbarung lässt sich nicht das Ende der Welt errechnen

Der Leiter des evangelikalen „Forums Wiedenest“, Ulrich Neuenhausen. Foto: Privat
Der Leiter des evangelikalen „Forums Wiedenest“, Ulrich Neuenhausen. Foto: Privat

Bergneustadt (idea) – Aus dem neutestamentlichen Buch der Offenbarung lässt sich kein Termin für das Ende der Welt ableiten. Diese Ansicht vertrat der Leiter des evangelikalen „Forums Wiedenest“, Ulrich Neuenhausen (Bergneustadt), in dessen Magazin „Offene Türen“. Es gebe immer wieder Versuche, anhand der Bibel und vor allem der Offenbarung die Zukunft vorherzusagen. So hätten vor einigen Jahren „findige Theologen“ wegen einer bestimmten astronomischen Konstellation spekuliert, am 23. September 2017 „könnte die Welt untergehen, der dritte Weltkrieg beginnen und Jesus wiederkommen“. Die Triebfeder für solche Vorhersagen sei die zutiefst menschliche Angst vor einer ungewissen Zukunft. „Der Drang, es besser und genauer wissen zu wollen, als es geschrieben steht, ist groß und gebiert immer wieder neue Ideen und Lehren. Wir wollen Sicherheit“, so Neuenhausen.

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Der „ängstliche Blick nach vorn“ macht nur noch nervöser

Der „ängstliche Blick nach vorne“ sei aber nicht geeignet, die Angst zu beruhigen. Er mache nur noch ängstlicher und nervöser. Dagegen könne es zu mehr Gelassenheit verhelfen, sich im Gebet Jesus zuzuwenden: „Wenn die Herrlichkeit und Kraft Jesu meine Gedanken und mein Herz einnehmen, dann können der Glanz dieser Welt und ihre Macht mich nicht mehr einschüchtern.“ Sogar der Tod sei dann für Christen „nicht mehr als eine Tür, hinter der Jesus uns mit offenen Armen willkommen heißt“. Neuenhausen: „Wenn selbst der Tod keine Bedrohung mehr für mein Leben ist, was könnte mich dann noch in Panik versetzen?“. „Forum Wiedenest“ (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest) ist in drei Arbeitsbereichen tätig. Es betreibt eine Biblisch-Theologische Akademie mit 125 Studenten, ein Jugend- und Gemeindeforum, das Konferenzen, Fortbildungen und Freizeiten mit jährlich rund 10.000 Teilnehmern organisiert, und die „Weltweite Mission“ mit 135 Beschäftigten sowie 42 Kurzzeitmitarbeitern in 26 Ländern.

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