Montag • 16. September
Christ sein im Kontext der höheren Bildung
03. September 2019

70 Jahre VBG

Christoph Egeler leitet seit 2015 die VBG. Bild: zvg
Christoph Egeler leitet seit 2015 die VBG. Bild: zvg

Zürich (idea/dg) - Die VBG fördert das Christ sein im Kontext der höheren Bildung. Am 7. September feiert die Bewegung in Bern ihr 70-jähriges Jubiläum. Wie ergänzt sie die Arbeit der Kirchen, was sind die Herausforderungen der Arbeit unter Studierenden heute? VBG-Leiter Christoph Egeler antwortet auf die Fragen von idea.

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Die VBG ist 70 Jahre alt. Wie definiert sie heute ihre Identität?
Kern und Ursprung der VBG ist die christliche Studierendenarbeit. Auch die Mitgliedschaft im etwa gleichzeitig gegründeten weltweiten Netzwerk der International Fellowship of Evangelical Students IFES drückt dies aus. Die VBG definiert sich heute aber als christliche Bewegung von Studierenden, Mittelschülern und Berufstätigen mit höherem Bildungshintergrund. Der Sektor der höheren Bildung ist unser Wirkungsfeld seit Beginn und bis heute. Man hat sich im Laufe der Jahre immer wieder bewusst für diese Ausrichtung entschieden. Zur VBG gehören auch zwei Kurs- und Ferienzentren im Tessin, die Casa Moscia am Lago Maggiore und das Campo Rasa im Centovalli. Zurzeit sind wir gerade daran, Sponsoren und Darlehensgeber für einen geplanten Grossumbau zu suchen.

Bei der IFES spricht man von „evangelical students“. Welche konfessionellen Grenzen zieht die VBG?
Die VBG war von Anfang an interkonfessionell ausgerichtet. Als Glaubensgrundlage dient uns das Apostolische Glaubensbekenntnis. Dabei stammt die Mehrheit aus evangelischen Landes- und Freikirchen, eine Minderheit aus der katholischen Kirche. Die Bereicherung durch die interkonfessionellen Kontakte im Rahmen der VBG kann für Jugendliche und für die Einheit unter Christen sehr wichtig sein. Dass die VBG eine Bewegung ist, bringt auch eine relativ grosse Vielfalt mit sich.

Warum „Bewegung“?
Sie ist von der Basis her entstanden und funktioniert auch so. Mittelschüler und Studierende hatten sich als Christen aus verschiedenen Kirchen zusammengeschlossen, um sich in ihrem Ausbildungsumfeld zu treffen und den Glauben weiterzugeben. Selbstverständlich hat die VBG auch eine juristische Vereinsstruktur. Aber sie lebt letztlich von Hunderten von ehrenamtlich engagierten Personen! Die Beteiligungskultur ist uns wichtig. Die Angestellten sind da, um zu unterstützen, zu coachen und zusammenzuführen.

Das ausführliche Interview erscheint in ideaSpektrum 36.2019.

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