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Umfrage
21. Januar 2018

Wichtigstes Ziel beim Fasten ist die Gesundheit

Die Gesundheit ist für viele ein Grund zu fasten. Foto: pixabay.com
Die Gesundheit ist für viele ein Grund zu fasten. Foto: pixabay.com

Aachen (idea) – Wer in Deutschland fastet, tut dies zumeist aus gesundheitlichen Gründen. Glaube und Religion spielen hingegen nur eine geringe Rolle. Das ergab eine Umfrage durch das Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des katholischen Hilfswerks „Misereor“ (Aachen). Die wichtigsten Fastenziele sind demnach die Verbesserung der Gesundheit durch Entgiften (44 Prozent), ein gesünderes (43 Prozent) und ein bewussteres Leben (40 Prozent) sowie Gewichtsreduktion (38 Prozent). Es folgen Aussagen wie „Änderung des Konsumverhaltens“ (27 Prozent) oder „Gewohnheiten infrage stellen“ (24 Prozent). Nur elf Prozent fasten, um sich in der Zeit mit dem Glauben zu beschäftigen. Die Befragten konnten aus zwölf konkret vorgegebenen Zielen auswählen. Laut dem Sprecher des katholischen Hilfswerks, Ralph Allgaier, befasste sich nur eine Antwort mit dem Thema Religion, weil man zur Kenntnis nehmen müsse, dass viele Menschen heute ohne religiösen Bezug fasteten. Misereor wolle aber auch „Religionsferne“ einbeziehen und habe daher bewusst ein breites Spektrum abgefragt, sagte er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die meisten Befragten verzichten auf Alkohol (48 Prozent), Süßigkeiten (47 Prozent), Fleisch (30 Prozent), Nikotin (23 Prozent) und Kaffee (15 Prozent). Nur wenige halten sich vom Fernseher (9 Prozent) sowie ihrem Handy und Computer (7 Prozent) fern oder lassen das Auto stehen (8 Prozent). Für fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten kommt Fasten nicht infrage. 22 Prozent fasten unabhängig von festgelegten Zeiten, elf Prozent zur „christlichen Fastenzeit“. Traditionell fasten Christen 40 Tage vor Ostern – in diesem Jahr vom 14. Februar bis zum 29. März.

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