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Der Gründerpräsident von Zukunft CH tritt zurück
25. Oktober 2018

Stückelberger: "Die Angriffe sind heftiger geworden!"

Hansjürg Stückelberger übergibt das Präsidentenamt an Michael Freiburghaus. Fotos: zvg
Hansjürg Stückelberger übergibt das Präsidentenamt an Michael Freiburghaus. Fotos: zvg

Winterthur (idea) - Die Stiftung Zukunft CH informiert über einen bedeutungsvollen Wechsel. Hansjürg Stückelberger, der Gründerpräsident der Stiftung tritt zurück. Im Editorial und einem Interview im Magazin der Stiftung äussert er seine Dankbarkeit für Gelingen und Wachstum der Bewegung, die sich seit zwölf Jahren für die Verteidigung christlicher Werteorientierung in der Schweiz einsetzt. Rückblickend spricht Stückelberger von "überraschenden Erfolgen". So habe sich die öffentliche Berichterstattung über das Wesen des Islam und die Gender-Ideologie deutlich geändert. Daran hätten die Aktionen von Zukunft CH einen bedeutenden Anteil, meint er. Gleichzeitig seien die Widerstände und Angriffe "heftiger und grundsätzlicher" geworden. Auch sei man von den im Leitbild formulierten Zielen, wonach das christliche Menschenbild von den Kirchen gelehrt und von der Gesellschaft respektiert wird, noch weit entfernt.

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Islam als Gefahr gesehen

Hansjürg Stückelberger hatte zuvor für Christian Solidarity International gearbeitet. Dabei sei ihm immer klarer geworden, dass Muslime von ihrem Glauben "tief durchdrungen" seien und tatsächlich tun wollten, was Mohammed befohlen habe, nämlich "die Welt Allah zu unterwerfen, notfalls auch mit Gewalt gegen Ungläubige". Er habe erkannt, dass hier eine Gefahr drohe, und zwar für Freiheit und Demokratie sowie auch den christlichen Glauben, beschreibt Stückelberger den Impuls, der ihn zur Gründung von Zukunft CH bewegt hat. Er habe sich verpflichtet gefühlt, "zu informieren, zu warnen und zu mobilisieren".  Die Zukunft der Schweiz hänge nicht nur von äusserlichen Bedingungen ab, sagt Stückelberger, sondern davon, "ob viele Christen unsere säkulare Gesellschaft mit ihren Werten durchdringen, und mit ihren Gebeten den Segen Gottes erhalten".

Die Zukunft hängt auch von der Haltung der Christen ab

Dass sich linke Extremisten gegen die Haltung von Zukunft CH mitunter auch handfest wehrten, sieht Pfarrer Stückelberger als Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein. Es gab Schmierereien am Bürogebäude, Störmanöver bei Vorträgen. Aber etwas anderes enttäuscht ihn offenbar weit mehr. Stückelberger: "Ich bin traurig, weil viele Kirchenverantwortliche unseren Dienst immer noch mit Nicht-Achtung strafen." Hansjürg Stückelberger wird der Stiftung künftig als Ehrenpräsident angehören. Geschäftsführerin Beatrice Gall sagt in Bezug auf den abtretenden Gründer: "Pfarrer Stückelberger hat als Person und mit seinem unermüdlichen Engagement unsere Stiftung von Beginn an stark geprägt. Ohne ihn würde es Zukunft CH nicht geben." 

Pfarrer Freiburghaus übernimmt das Präsidium

Stückelbergers Nachfolger als Präsident von Zukunft CH wird Michael Freiburghaus (32). Er ist reformierter Pfarrer in Leutwil-Dürrenäsch AG und sitzt seit Mai 2018 im Stiftungsrat. Es sei ihm ein Herzensanliegen, den christlichen Glauben zu verteidigen, besonders das christliche Gottes- und Menschenbild, sagt er im Magazin von Zukunft CH. Besonders am Herzen liegen ihm Ehen und Familien. "Aufgrund des Evangeliums ist die Würde des Menschen unantastbar, auch gerade diejenige der Schwächsten, die sich selbst nicht wehren können", betont Michael Freiburghaus. Es gelte die Kultur des Todes, die seit 1968 wie ein Krebsgeschwür um sich fresse, "mit der Hoffnung zu überwinden, dass Jesus von den Toten auferstanden ist". Es brauche eine Organisation wie Zukunft CH, die auch Tabus und Unangenehmes auf den Tisch bringe, sagt ihr neuer Präsident.

Zukunft-CH-Geschäftsführerin Beatrice Gall im idea-Interview

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