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Corona-Pandemie
16. Mai 2020

OM-Missionsschiff „Logos Hope“ kommt doch nicht nach Bremen

Das 2009 in Dienst gestellte OM-Schiff „Logos Hope“ beherbergt den größten schwimmenden Buchladen der Welt mit über 5.000 Titeln. Foto: idea/Rainer Küchler
Das 2009 in Dienst gestellte OM-Schiff „Logos Hope“ beherbergt den größten schwimmenden Buchladen der Welt mit über 5.000 Titeln. Foto: idea/Rainer Küchler

Bremen/Mosbach (idea) – Das Missionsschiff „Logos Hope“ des Missionswerks OM (Operation Mobilisation) kommt doch nicht im Herbst nach Bremen. Das teilte das evangelikale Werk am 15. Mai in Mosbach (Nordbaden) mit.

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Ursprünglich sollte das Schiff in der Zeit vom 16. September bis zum 13. Oktober in der Hansestadt vor Anker liegen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Europareise abgesagt.

Wie OM-Direktor Doron Lukat der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, ist auch er selbst darüber enttäuscht, dass die „Logos Hope“ nicht nach Europa kommen werde. Lukat: „Gleichzeitig liegt unser Vertrauen auch in diesen unsicheren Zeiten in unserem unveränderlichen Gott. Wir glauben weiterhin, dass er am Wirken ist und seine Ziele in und mit Europa erreichen wird.“

Das Schiff ist seit dem 18. März geschlossen

Das Schiff befindet sich momentan im Hafen von Kingston, der Hauptstadt der Karibikinsel Jamaika. Seit dem 18. März ist es geschlossen, teilte OM mit. Laut Schiffsdirektor Randy Grebe sind die 330 Besatzungsmitglieder wohlauf, und es gibt keinen Corona-Fall an Bord.

OM zufolge wird derzeit geprüft, wie die nächsten Einsatzmöglichkeiten der „Logos Hope“ aussehen können. Das 2009 in Dienst gestellte OM-Schiff beherbergt den größten schwimmenden Buchladen der Welt mit über 5.000 Titeln. Seither war das Schiff in 181 Häfen in 74 Ländern zu Gast.

Bisher über 47 Millionen Besucher auf OM-Schiffen

Seit 1970 hat OM mit seinen vier Schiffen über 480 Häfen in 151 Ländern besucht. Die ersten drei Schiffe – „Logos“, „Doulos“, „Logos II“ – sind mittlerweile wieder außer Dienst gestellt. Mehr als 47 Millionen Menschen wurden an Bord begrüßt. Die Schiffe waren seit 1976 insgesamt 19-mal in Deutschland, zuletzt 2004 in Bremen.

OM beschäftigt weltweit rund 5.200 Mitarbeiter aus 120 Ländern, darunter 250 Deutsche. Der deutsche Zweig gehört zur Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) und zum netzwerk-m (früher: Ring Missionarischer Jugendbewegungen).