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Umfrage
03. März 2019

Mehrheit sieht im Berufsleben einen Mangel an Gerechtigkeit

Viele Deutsche haben den Eindruck, es fehlt im Beruf an Ehrlichkeit. Foto: pixabay.com
Viele Deutsche haben den Eindruck, es fehlt im Beruf an Ehrlichkeit. Foto: pixabay.com

Wetzlar (idea) – Die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) ist der Ansicht, dass Gerechtigkeit und Fairness im Berufsleben zu kurz kommen. Das hat eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) ergeben. 43 Prozent glauben demnach, dass es an Ehrlichkeit fehlt. Jeweils 39 Prozent beklagen ein Zuwenig an Umgangsformen bzw. Höflichkeit und Familienfreundlichkeit des Arbeitsplatzes. Ein gutes Drittel (36 Prozent) sieht einen Mangel an Kollegialität. Ein Defizit an Verlässlichkeit sowie an Nachhaltigkeit/Umweltschutz geben 32 Prozent bzw. 31 Prozent an. Lediglich elf Prozent der Befragten vermissen dagegen Hingabe im Berufsleben. Konfessionslose (59 Prozent) und evangelisch-landeskirchliche Befragte (58 Prozent) sind häufiger der Meinung als die restlichen Gruppen, dass es an Gerechtigkeit und Fairness mangelt. Bei Katholiken und freikirchlichen Christen sagen dies 50 bzw. 48 Prozent. Im Vergleich der Altersgruppen zeigt sich tendenziell, dass ältere Befragte häufiger das Fehlen der angegebenen Werte bemängeln als jüngere. Größere Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen gibt es an zwei Stellen: Beim Punkt Kollegialität sind im Osten Befragte öfter überzeugt als im Westen, dass dieser Wert im Berufsleben fehlt (45 zu 34 Prozent). Ähnlich verhält es sich beim Thema Ehrlichkeit (48 zu 42 Prozent). Für die Erhebung wurden 2.048 Personen ab 18 Jahren aus ganz Deutschland befragt. Anlass für die Umfrage war der Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF), der vom 28. Februar bis 2. März in Karlsruhe mit 3.250 Teilnehmern stattfand.

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