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Frage der Woche
11. Februar 2020

idea-Umfrage: Geschäfte sollten sonntags in der Regel geschlossen sein

Mehr als die Hälfte der Befragten sind weiterhin für geschlossene Geschäfte am Sonntag. Foto: pixabay.com
Mehr als die Hälfte der Befragten sind weiterhin für geschlossene Geschäfte am Sonntag. Foto: pixabay.com

Erfurt (idea) – Die Mehrheit der Bürger in Deutschland (61 Prozent) ist der Meinung, dass Geschäfte in der Regel sonntags geschlossen sein sollten. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

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Rund 28 Prozent der Befragten widersprachen der Ansicht. Sieben Prozent wussten keine Antwort, vier Prozent äußerten sich nicht.

Frauen (64 Prozent) stimmten der Forderung öfter zu als Männer (57 Prozent).

Ältere Befragte sprachen sich deutlich häufiger für die Sonntagsruhe aus als jüngere: Während von den 18- bis 29-Jährigen 54 Prozent dafür sind, waren es bei den Befragten ab 60 Jahren 66 Prozent. In den anderen Altersgruppen lagen die Werte zwischen 57 und 60 Prozent.

Bei der Aufschlüsselung nach Konfessionen fordern die Mitglieder der beiden großen Kirchen am häufigsten, dass die Geschäfte sonntags in der Regel schließen. Katholische Befragte befürworteten das zu 67 Prozent, landeskirchliche Protestanten zu 66 Prozent. Bei den freikirchlichen Befragten lag der Wert bei 62 Prozent. Deutlich weicht das Ergebnis in der Gruppe der islamischen Befragten ab, die sich nur zu 37 Prozent für einen einkaufsfreien Sonntag aussprachen.

Bei den Anhängern der politischen Parteien gibt es durchweg eine deutliche Mehrheit für die Sonntagsruhe. Die Zustimmung liegt zwischen 53 Prozent bei FDP-Wählern und jeweils 65 Prozent bei den Wählern von SPD und Linkspartei. Die CDU/CSU-Anhänger sind zu 63 Prozent für die Schließung am Sonntag, die Grünen-Wähler zu 62 Prozent und die Parteigänger der AfD zu 60 Prozent.