Samstag • 20. Oktober
Familie und Glaube
21. September 2018

Familie ist wichtiger Faktor bei der Weitergabe des Glaubens

Familien spielen eine wesentliche Rolle, wenn es um die Weitergabe des Glaubens geht. Foto: Eric Ward/Wikipedia
Familien spielen eine wesentliche Rolle, wenn es um die Weitergabe des Glaubens geht. Foto: Eric Ward/Wikipedia

Bern (kath.ch/idea) - Inwiefern übernehmen Personen die Religion ihrer Eltern? Welche Faktoren beeinflussen diese Übernahme? Wie gross ist der ­Anteil derjenigen, die sich von anderen Religionen oder spirituellen Strömungen angezogen fühlen, konvertieren oder ihre Kirche verlassen? Welchen Stellenwert hat die Religion oder Spiritualität heutiger Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder? Solche und weitere Fragen werden in der Publikation mit dem Titel "Die Religion, eine Familiengeschichte?" beantwortet. Das schreibt das Bundesamt für Statistik BFS. Als Basis seien Daten aus der Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur von 2014 analysiert worden.

ANZEIGE

Familie bleibt wichtig als Boden für den Glauben

Die 28-seitige Studie, die am 19. September publiziert wurde, kommt zum Schluss, dass die Familie nach wie vor "Nährboden für Religionen" bleibe. Nahezu achtzig Prozent gäben an, die gleiche religiöse Ausrichtung zu haben wie ihre Eltern. In manchen Gegenden werde jedoch mit der Tradition der vorangehenden Generation gebrochen. Einerseits seien gemischt-religiöse Ehen - auch solche mit einem konfessionslosen Partner - eine Normalität geworden. Andererseits kehrten viele Menschen ihrer Religionsgemeinschaft den Rücken. Diese Konfessionslosigkeit werde dann an die folgende Generation weitergegeben.

Werte weitergeben

Die Studie kommt ausserdem zum Schluss, dass es "deutlich mehr konfessionslose Eltern gibt, für die Religion bei der Erziehung der Kinder keine Rolle spielt, als Eltern mit einer Religion, die angeben, dass diese eine wichtige Rolle spielt". Zwei Drittel der Eltern ohne Religionszugehörigkeit wollen ihren Kindern Werte vermitteln, die nicht religiöser oder spiritueller Natur seien. Bei den Eltern mit einer Religion sei dies ein Drittel. Ebenso hoch sei der Anteil jener, die ihre Kinder nach den Grundsätzen ihrer Religion erziehen. (kath.ch/sys)

Link zur Studie.

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.