Samstag • 25. März
Sterbehilfe
13. März 2017

Exit vermeldet Rückgang von Sterbebegleitungen

Foto: idea/Archiv
Foto: idea/Archiv

Obwohl die Beitrittszahlen der Sterbehilfeorganisation Exit weiterhin wachsen, verzeichnete der Verein 2016 erstmals seit acht Jahren wieder einen Rückgang der Sterbebegleitungen. Das habe auch mit der Palliativmedizin zu tun, vermutet die Organisation.

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722 Menschen entschieden sich 2016 für eine Sterbebegleitung durch Exit, wie es in einer Mitteilung zu den neuen Zahlen der Organisation heisst. Das sind 60 Personen oder 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Freitodorganisation verzeichnete damit erstmals seit 2008 einen leichten Rückgang. Als mögliche Gründe werden von Exit die „besser ausgebaute Palliativmedizin oder das Angebot anderer Sterbehilfeorganisationen“ geltend gemacht.

Wachsende Mitgliederzahlen

Zuwachs verzeichnet Exit hingegen weiterhin bei den Mitgliederzahlen. 2016 traten 12.087 Menschen der Organisation bei. In der Deutschschweiz und im Kanton Tessin zählt der Verein damit per Ende 2016 104.782 Mitglieder. Auch in den Monaten Januar und Februar seien bereits rund 3000 weitere Personen beigetreten. Die Sterbehilfe bleibe somit „ein starkes Bedürfnis in der Schweizer Bevölkerung“, folgert Exit aus den neuen Zahlen.

Am meisten Begleitungen im Kanton Zürich

Die Gründe für den anhaltenden Mitgliederzuwachs sieht Exit vor allem in der Alterung der Gesellschaft. Die häufigsten Diagnosen der Sterbenden seien terminale Krebserkrankungen, Altersmorbidität und chronische Schmerzerkrankungen. Am meisten Menschen liessen sich im Kanton Zürich von Exit begleiten, gefolgt von den Kantonen Bern, Aargau, St. Gallen sowie Basel-Stadt und Basel-Land. (kath.ch/ref.ch)

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