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Reformationsjubiläum
04. Juli 2019

Zwingli für Selfies vom Sockel geholt

Zwingli schwebt zur Erde - eine Aktion fürs Züri-Fäscht. Foto: Ev.-Ref. Kirchgemeinde Zürich
Zwingli schwebt zur Erde - eine Aktion fürs Züri-Fäscht. Foto: Ev.-Ref. Kirchgemeinde Zürich

Zürich (idea) - Langsam schwebte der bronzene Zwingli von seinem Denkmalsockel hinunter auf den Gehsteig. Neben ihm wird noch ein Podest mit einer Treppe aufgebaut werden. So können die Besucherinnen und Besucher des Züri Fäscht dem Reformator auf Augenhöhe begegnen.

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Zwingli vom Sockel gehoben haben die Zürcher Reformierten aus Anlass des Reformationsjubiläums. "Wenn Zürich das grösste Volksfest der Schweiz feiert, dann gehört Zwingli als Reformator der Zürcher Volkskirche unters Volk. Ganz besonders in seinem Jubiläumsjahr", erklärte Kirchenrat Andrea Marco Bianca.

Das erste Selfie mit Zwingli schoss Christoph Sigrist. Der Grossmünster-Pfarrer verwies darauf, dass die Aktion zugleich den Startschuss zum ökumenischen Projekt "Zwingli-Stadt 2019" bildet, das die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum abschliessen soll: Ab August werden Duplikate von Zwinglis Statue in allen Stadtteilen Zürichs aufgestellt, begleitet von öffentlichen Gesprächen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Sigrist verwies auf die symbolische Bedeutung des Projekts: "Für einmal findet Kirche nicht auf Altar und Kanzel statt, sondern inmitten von Plätzen und Parks. Zwingli steigt vom Sockel, um 'seine' Stadt wiederzuentdecken."

Von Freitag bis Sonntag sind Selfies mit Ulrich Zwingli auf Augenhöhe möglich. Dazu gibt es Zwingli-Bier und Wurst an der Zwingli-Bar.

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