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Sozialwerke Pfarrer Sieber
15. Juni 2017

Zürich-Affoltern erhält ein „Sieber-Huus“

Areal der reformierten Kirche Zürich-Affoltern. Das Sieber-Huus wird im westlichen Teil (links) erstellt. Foto: zvg
Areal der reformierten Kirche Zürich-Affoltern. Das Sieber-Huus wird im westlichen Teil (links) erstellt. Foto: zvg

(idea) - Die reformierte Kirche realisiert in Zürich-Affoltern eine Überbauung mit den Sozialwerken Pfarrer Sieber (SWS) als Hauptmieterin. Ab Herbst 2021 sollen im neuen „Sieber-Huus“ westlich der Kirche Glaubten das SWS-Spital „Sune-Egge“ und seine Pflegestation „Sunegarte“ mit zusammen 48 Betten sowie die Wohneinrichtung Brothuuse mit aktuell 27 Plätzen und die Administration der Stiftung untergebracht werden.

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Kosten: 35 Millionen

Die Kosten des Neubaus belaufen sich laut SWS auf rund 35 Millionen Franken, wobei der Innenausbau von den SWS (mittels Legaten) finanziert wird, um langfristig die Mietkosten tief zu halten. Bauherrin ist die reformierte Kirche, Hauptmieterin die Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber. Interesse an Räumlichkeiten zeigt auch die Pestalozzi-Bibliothek Zürich (PBZ). Der öffentliche Charakter des Kirchenareals soll zudem durch die Eröffnung eines Cafés gestärkt werden.

Eine Vision geht in Erfüllung

Mit dem Sieber-Huus wird laut SWS die Vision von Pfarrer Sieber eines Orts für Bedürftige im Zentrum der Gesellschaft Realität. Zugleich ehrt die reformierte Kirche mit dem Sieber-Huus den berühmten Obdachlosenpfarrer und Stiftungsgründer und dessen Arbeit in der Limmatstadt. Auch für die SWS geht ein Wunsch in Erfüllung. Bis jetzt seien die festen Einrichtungen der Sozialwerke in erster Linie in älteren Mietobjekten untergebracht gewesen. „Diese Art der Objektnutzung bietet den Vorteil, ohne bedeutendes Eigenkapital oder Fremdgelder wirtschaften zu können“, so die Sozialwerke. Nachteilig hingegen sei die permanente Suche nach bezahlbaren Liegenschaften und die fortwährende Planung und Finanzierung von Umzügen und Einrichtungsanpassungen. Das „Sieber-Huus“ soll diese Situation langfristig entspannen.

Nutzen für die Kirche und das Quartier

Ein Neubau bringe jedoch nicht nur den SWS, sondern auch der reformierten Kirche und dem Stadtteil Affoltern einen Mehrwert. Die reformierte Kirche könne ihr diakonisches Profil schärfen, die Bedeutung kirchlicher Arbeit für die Gesellschaft konkret veranschaulichen und die Verantwortung für gesellschaftlich schwache Menschen vorleben. Motto: „Handeln statt reden“. Zürich-Affoltern als Stadtteil erhalte dank der Popularität von Pfarrer Sieber und seiner Stiftung eine Einrichtung mit „positiver Wahrnehmung und landesweiter Ausstrahlung“.

Bessere Infrastruktur für das Spital Sune-Egge

Auch mit dem Umzug des Spitals Sune-Egge ins Sieber-Huus erfüllt sich für die SWS ein lange gehegter Wunsch. Weil die Räumlichkeiten des Fachspitals für Sozialmedizin und Abhängigkeitserkrankungen an der Konradstrasse 62 nicht alle aktuellen Bedürfnisse abdecken – das Spital ist in einem als Wohnhaus konzipierten Gebäude untergebracht –, bedeutet der Bezug adäquater Einrichtungen für Patienten und Personal eine grosse Entlastung.

Bezug im Herbst 2021

Im Oktober dieses Jahres wird ein Architekturwettbewerb für das „Sieber-Huus“ ausgeschrieben. In der zweiten Jahreshälfte 2018 soll das Vorprojekt ausgearbeitet werden, so dass die Baueingabe Mitte 2019 erfolgen kann. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2020 geplant, der Bezug der Liegenschaft erfolgt frühestens im Herbst 2021.

www.swsieber.ch

 

 

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