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Christen beten am Silvester gemeinsam
31. Dezember 2017

"Wir glauben nicht das Gleiche, aber an den Gleichen"

5000 Christinnen und Christen bezeugen in Luzern ihre Hoffnung auf Jesus. Foto: Explo
5000 Christinnen und Christen bezeugen in Luzern ihre Hoffnung auf Jesus. Foto: Explo

Luzern (idea) - Eine lange Schlange von Kerzen und Fackeln erhellte am Silvesterabend die Luzerner Innenstadt bei der Kapellbrücke. Träger der Lichter waren rund 5000 Personen, die meisten davon Teilnehmende der über den Jahreswechsel stattfindenden Explo-Konferenz. Die Organisatoren wollten der Lichterfeier Symbolkraft verleihen. Ort und Rahmen des aussergewöhnlichen Anlasses von katholischen, reformierten und freikirchlichen Christen waren bewusst gewählt worden. Die Lichter sollten Christus als das Licht der Welt symbolisieren, der seine Nachfolger wiederum als Lichtträger der Hoffnung in die Welt sendet. Als Ausdruck des Miteinanders bewegten sich tausende Christinnen und Christen aus der ganzen Schweiz auf verschiedenen Wegen zur Kapellbrücke aufeinander zu. Mit Liedern, Gebeten und kurzen Voten wurde die schlichte Feier zum Jahresschluss gleichzeitig zum Auftakt der Hoffnung ins neue Jahr.

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"Wir glauben nicht das Gleiche, sondern an den Gleichen"

Bischof Felix Gmür, Bistum Basel, fasste seine Freude in Worte: "Die Lichterfeier ist eine Hoffnungsfeier. Die Christenheit der Zukunft geht gemeinsame Wege, betet gemeinsam, lebt zusammen den Glauben an den dreifaltigen Gott." Peter Schneeberger, Präsident des Verbandes der Freikirchen, betete: " Lieber Vater im Himmel, lass uns gemeinsam Boten des neuen Lebens sein: leuchtend, froh, heimatspendend, dankbar." Andreas "Boppi" Boppart, Initiant der Konferenz Explo 17, prägte den Satz: "Wir sind nicht hier, weil wir das Gleiche glauben, sondern weil wir an den Gleichen glauben." Und Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), segnete die Anwesenden mit der Weihnachtsbotschaft: "Fürchtet euch nicht. Geht mit Gott ohne Angst ins neue Jahr!"

Luzerner Christen organisierten die Feier gemeinsam

Organisiert haben die Lichterfeier Vertreter aus verschiedenen Luzerner Kirchen. Vor zwei Jahren haben sie sich zu "Miteinander in Luzern" zusammengeschlossen. Unter ihnen sind Pfarrer Ruedi Beck von der Pfarrei St. Leodegar, Pfarrer Andreas Baumann, Vertreter des Luzerner Stadtkonvents der reformierten Pfarrpersonen, Markus Brunner, Offizier Heilsarmee Luzern, sowie Marek Kolman, Pastor der Markuskirche Luzern und Präsident der Evangelischen Allianz Luzern. Die Hauptverantwortung hatte der Synodale Peter Jans von der Pfarrei St. Paulus. Jans gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass "mit der heutigen Feier Brücken der Verbundenheit zwischen Christinnen und Christen unterschiedlicher Bekenntnisse weitergebaut werden".

Ein Höhepunkt der Explo 

Die Lichterfeier war ein Höhepunkt und Teil der christlichen Konferenz Explo 17, die vom 29. Dezember 2017 bis 1. Januar 2018 unter dem Thema "Neuland" in der Messe Luzern stattfindet. Kurt Burgherr, der Konferenzleiter, zeigte sich auf Anfrage schon jetzt zufrieden über den Kongressverlauf: "Wir staunen darüber, wie viele Menschen bisher durch die Konferenz angesprochen wurden und freuen uns über den reibungslosen Ablauf." Bis jetzt wurden mehr als 6'000 Dauerteilnehmer und Tagesgäste gezählt. Diese setzen sich aus Christinnen und Christen aus der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Landeskirche sowie diverser Freikirchen zusammen. Während allen Konferenztagen ist ein Livestream verfügbar, der das Mitverfolgen des Musicals und aller Hauptreferate via Internet ermöglicht.

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