Freitag • 15. November
Solidarität mit Unterdrückten in Nordsyrien
08. November 2019

Viele Kurden an stiller Mahnwache in Bern

Grabkerzen auf dem Waisenhausplatz: Mahnwache für verfolgte Christen. Foto: zvg
Grabkerzen auf dem Waisenhausplatz: Mahnwache für verfolgte Christen. Foto: zvg

Bern (idea) - Rund 200 Personen beteiligten sich am Freitagabend in Bern an einer Mahnwache für verfolgte Christen und Minderheiten in Nordsyrien. Unter ihnen befanden sich viele mit kurdischer Abstammung. Die Teilnehmer hielten Protestplakate und Banner in die Höhe. Der Boden auf dem Waisenhausplatz war übersät mit roten Friedhofskerzen. Ein Sarg symbolisierte Gewalt und Tod, dem die zivile Bevölkerung in der syrischen Grenzregion täglich ausgesetzt ist.

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Aufgerufen zur stillen Demo in der Bundesstadt hatten verschiedene christliche Organisationen der Arbeitsgemeinschaft für Religionsgemeinschaft, einem Zweig der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Verschiedene Hilfswerke leisten mit ihren Mitarbeitenden trotz der Gefahren immer noch Soforthilfe vor Ort.

Für sie und für die gebeutelte Zivilbevölkerung wurde solidarisch gebetet. Lieder wurden angestimmt. Plötzlich schrillt der quälende Ton einer Alarmsirene über den Platz. Die Menschen fallen auf die Knie. Es wird still. Dann beginnt Stephan Maag, einer der Mitorganisatoren und Teil der christlichen Aktionsgruppe Fingerprint, zu reden. Man solidarisiere sich im Namen Gottes gegen Ungerechtigkeit und Gewalt. Dagegen wolle man aufstehen und die Stimme erheben. Eine Gruppe vom kurdischen Frauenbund bittet, für die kurdische Bevölkerung einzustehen.     

Schulter an Schulter, das rote Kerzenmeer vor Augen, beteten die Versammelten gemeinsam das "Unser Vater". Dann lösten sie Mahnwache wieder auf. (rh)