Mittwoch • 12. Dezember
Peter Schneeberger
13. November 2018

Über den liebenden Gott reden

Der Präsident der Freikirchen Schweiz VFG, Peter Schneeberger, will mit Menschen über Gott und nicht über Verhaltensregeln sprechen. Foto: zvg
Der Präsident der Freikirchen Schweiz VFG, Peter Schneeberger, will mit Menschen über Gott und nicht über Verhaltensregeln sprechen. Foto: zvg

(idea/dg) – Peter Schneeberger als Präsident der Freikirchen Schweiz VFG stellt sich den Herausforderungen des kürzlich veröffentlichten Buchs „So machen Kirchen Schlagzeilen“ von Markus Baumgartner. Um vom Sektenimage wegzukommen, sieht es Schneeberger als eine Aufgabe der Freikirchen zu kommunizieren, in welchen Bereichen sie „einen Mehrwert für die Gesellschaft“ ausmachen. Gleichzeitig müssen sich die Freikirchen dem Wächteramt der Medien stellen. „Überall dort, wo Macht- oder sonstiger Missbrauch geschieht, ist es wichtig, dass die Medien darüber informieren“, sagt der VFG-Präsident in einem Interview mit dem Wochenmagazin ideaSpektrum 46-18. Der VFG und die Schweizerische Evangelische Allianz SEA haben extra eine Clearing-Stelle eingerichtet, an die sich Menschen wenden könne, die negative Erfahrungen mit Freikirchen gemacht haben.

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Über Gott reden

Peter Schneeberger erlebt viele Mitglieder von Freikirchen in ihrem Auftreten als sehr kompetent. Und doch gibt er zu bedenken: „Wir fokussieren jedoch stark auf moralische Fragen. Es ist unweise, mehr über Lebensführung zu reden als über den, der Leben schenkt.“ Seine Gesprächsführung sei etwa: „Die Bibelstellen über moralische Lebensführung sind mir bekannt. Ich versuche sie zu leben. Ich möchte jedoch mit Ihnen sehr gerne über den liebenden Gott reden, weil ich ihn für die Hauptsache halte.“

Was wird wahrgenommen?

Mehr als die Frage des Bekanntheitsgrades der Freikirchen an sich beschäftigt Schneeberger, dass „die Bevölkerung die Begegnung mit Evangelisch-Freikirchlichen nur in 3 von 5 Fällen als positiv wertet“. Dabei bemängelt er, dass auch im Buch Exponenten aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft einfach mit Stimmen der Freikirchen gleichgesetzt würden. Das sei für die Freikirchen vor allem im Bereich Politik nicht ganz einfach. Den Freikirchen-Verantwortlichen sei es „wichtig, dass lokale Freikirchen in ihrem Quartier wahrgenommen werden und ein positives Bild prägen.“ Das sei genauso wichtig wie das Image in einer Tageszeitung.

Lesen Sie das Interview mit Peter Schneeberger im Wochenmagazin ideaSpektrum 46-18.

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