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Konferenz
26. Oktober 2017

SEK-Ratspräsident Gottfried Locher will an der „Explo 17“ von den Jungen lernen

Gottfried Locher Foto: zvg
Gottfried Locher Foto: zvg

Gottfried Locher wird zum Jahreswechsel erstmals als Redner an der „Explo“ auftreten. Der viertägige christliche Grossevent „Explo 17“ ist dem Thema „Neuland“ gewidmet und wird in der Messe Luzern über die Bühne gehen. Er sei vom Initiator Andreas Boppart, Missionsleiter der Bewegung „Campus für Christus“, angefragt worden, sagte der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) gegenüber kath.ch.

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Boppart sei „extra“ an den Sitz des SEK in Bern gereist, so Locher auf Anfrage. „Das hat mich neugierig gemacht.“ An dem Anlass kämen sehr viele junge Menschen zusammen und fragten „nach Christus in ihrem Leben“. Auch er, obschon nicht mehr jung, frage immer noch nach Christus. „Vielleicht lerne ich etwas von den Jungen, vielleicht kann ich ihnen etwas aus meinem Leben weitergeben“, begründete der oberste Reformierte der Schweiz seine Motivation, an dem Event aufzutreten.

Locher wird einen Plenumsvortrag halten und ein Seminar mit dem Titel „Reformation heute“ geben. Näheres zum Inhalt kann der SEK-Ratspräsident derzeit nicht sagen.

Taizé-Treffen ebenso wichtig

Die „Explo 17“ findet vom 29. Dezember 2017 bis und mit 1. Januar 2018 statt. Praktisch zeitgleich wird in Basel vom 28. Dezember bis und mit 1. Januar 2018 das internationale Taizé-Treffen durchgeführt.

Es sei „schade“, dass sich die beiden Anlässe überschneiden, findet Locher. „Beide sind wichtig.“ Lukas Kundert, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, werde in Basel einen offiziellen Auftritt haben, er in Luzern, so Locher. „Wir haben uns aufgeteilt.“ Trotzdem will Locher auch noch in Basel „vorbeischauen“. „Taizé-Lieder begleiten mich seit meiner Jugend.“

Der Basler Bischof Felix Gmür, in dessen Diözese die „Explo 17“ stattfindet, wird laut seinem Sprecher, Hansruedi Huber, am Taizé-Treffen in Basel teilnehmen. Wegen terminlicher Überschneidungen wisse er derzeit aber nicht, ob er auch an dem Luzerner Anlass präsent sein kann, teilte Huber auf Anfrage mit.

Ein Anlass für alle Generationen

Die „Explo“ findet gemäss den Veranstaltern zum achten Mal statt. Durchgeführt wird der Event in der Messe Luzern, wie schon vor zwei Jahren. Er läuft unter dem Motto „Neuland“. An dem Event „werden wir gemeinsam Neuland entdecken – weil wir persönlich immer wieder Erneuerung brauchen und von Gott für Neues geschaffen sind“, erklärt Initiator Andreas Boppart.

„Taizé-Lieder begleiten mich seit meiner Jugend.“

„Explo 17“ richtet sich mit unterschiedlichen Angeboten an alle Altersgruppen. Im „Explo Camp“ können Kinder von sieben bis 15 Jahren ein Musical einstudieren oder Sport treiben. „Explo Kids“ ist ein Programm für Zwei- bis Siebenjährige. Neu bieten die Veranstalter das Camp „Explo Shine“ für Jugendliche zwischen 14 und 19 an. Die Teenager sollen dort „ermutigt werden, einen Lebensstil zu pflegen, der Leuchtkraft hat“, heisst es in einer Medienmitteilung vom 8. Mai.

Zum Programm gehören Vorträge im Plenum, Seminare und verschiedene Formen der Anbetung. Neu stehen für „stille Momente“ Ruheräume zur Verfügung. Nebst Locher treten weitere Rednerinnen und Redner auf, unter anderem Frère Alois, Prior der ökumenischen Taizé-Gemeinschaft.

Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen

Veranstalter von „Explo 17“ ist die Bewegung „Campus für Christus“, die nach eigenen Angaben konfessionell unabhängig ist. Man arbeite mit den christlichen Kirchen vor Ort zusammen, sagte Rachel Stoessel, Mitglied der Leitung von „Campus für Christus“ und Mediensprecherin von „Explo 17“, auf Anfrage von kath.ch. Von römisch-katholischer Seite wirkten derzeit Ruedi Beck, Pfarrer der Hofkirche, und Peter Jans, Mitglied des kantonalen Kirchenparlamentes, als Verbindungsglied im Explo-Komitee mit.

(Barbara Ludwig/kath.ch)

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