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Chrischona-Dachverband wird aufgelöst
06. November 2018

René Winkler: "Konzentriere mich auf die Chancen!"

René Winkler inmitten der Galerie mit seinen Vorgängern als Chrischona-Direktoren. Foto: Fritz Imhof
René Winkler inmitten der Galerie mit seinen Vorgängern als Chrischona-Direktoren. Foto: Fritz Imhof

Bettingen (idea) René Winkler, Sie haben einen langen Prozess hinter sich, der das Ziel hat, den weitverzweigten, international vernetzten Verband Chrischona International erfolgreich in die Zukunft zu führen. Gefällt Ihnen das Ergebnis?
Ja und nein. Das Ergebnis ist das Resultat eines längeren Entscheidungsprozesses, bei dem wir verschiedene Lösungen und Wege diskutiert und abgewogen haben. Das Resultat ist der grösstmögliche gemeinsame Nenner. Die Entscheidungen, die wir gefällt haben, sind in erster Linie struktureller Art. Strukturen fördern oder behindern das Wachstum und die Gesundheit des Lebens. Wir sind mehrheitlich der Meinung, dass wir den Lebensraum, den Entwicklungsraum mit den Veränderungen erweitern. Das Ergebnis werden die Früchte sein, die aus, durch und trotz dieser Veränderung wachsen. In fünf Jahren sehen wir, was gewachsen ist.

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Tatsache ist: Nach 178 Jahren Chrischona-Geschichte hat sich der Direktor wegstrukturiert.
Wir - nicht nur ich - haben die Strukturen verändert. Eine Konsequenz ist, dass es die Funktion des Direktors nicht mehr geben wird. Eine Bewegung ist aber viel mehr als nur Strukturen. Für St. Chrischona ist es die Berufung, die C. F. Spittler erhalten hat, und die mit der Bildungsarbeit begann. Chrischona besteht aus Menschen, Beziehungen, einer Geschichte, der Verwurzelung an diesem Ort und dem Auftrag, Menschen zu berufen, sie zu begleiten und zu entwickeln. Dass ich der letzte Direktor bin, ist die augenfälligste, aber nicht die entscheidendste Veränderung. 

Wie ist Ihre Gefühlslage?
Vielfarbig - jede Farbe, die man sich denken kann. Das geht von grün (Hoffnung) über rot (Eifer, Hitze, Engagement) bis hin zu blau (Ärger). Es ist eine Achterbahn und echt herausfordernd. Es gilt, den Schmerz auszuhalten, manchmal zu hoffen und auch zu kämpfen. Doch mir ist etwas klar geworden - und diese Erkenntnis erinnerte mich an ein Gedicht von William Ernest Henley, das Nelson Mandela im Film "Invictus" zitiert: "Ich bin der Meister meines Los'. Ich bin der Käpt'n meiner Seel."

Lesen Sie das ausführliche Gespräch im Wochenmagazin ideaSpektrum 45-18.

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