Montag • 20. November
Reformaction
06. November 2017

Reformation, Jugend und Action

Foto: facebook/reformaction
Foto: facebook/reformaction

4700 Jugendliche aus der ganzen Schweiz feierten in Genf das Reformationsjubiläum – spielerisch, besinnlich und mit viel Action.

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Mit der „Nacht der Lichter“ mit Frère Alois und Brüdern der Kommunität Taizé startete das Jugendfestival „Reformaction“ am vergangenen Freitag in Genf. Ein so grosses kirchliches Jugendfestival sei eine Premiere für die Schweiz, vielleicht sogar für Europa, sagt die Genfer Pfarrerin Vanessa Trub gegenüber ref.ch. Sie gehört zum Vorstand des Vereins, der das Festival in den letzten drei Jahren vorbereitet hat. Nach dem feierlichen Sternmarsch trafen sich die Teilnehmenden zur gemeinsamen Eröffnungsfeier beim Reformationsdenkmal. Eine multimediale Inszenierung der Reformation bildete den Auftakt zum Festival. Das Programm am Samstagmorgen konnten sich die Teilnehmenden - unter ihnen auch viele Konfirmandengruppen - und ihre Gruppenleiter selber zusammenstellen. Das Angebot umfasste rund 40 Workshops zu unterschiedlichen Themen von der Auseinandersetzung mit Spiritualität über einen Besuch im CERN bis hin zum Einstudieren einer Tanzchoreografie.

Abschluss mit TV-Gottesdienst

Am Samstagnachmittag fand die Hauptveranstaltung mit interaktiver Zeit, Rednern und Musik in der Arena Genf statt. Nach einer „Nacht der Begegnungen“ mit Konzerten, einer „Silent Disco“ und weiteren Angeboten bildete der SRF-Fernseh-Festgottesdienst am Sonntagmorgen aus der Kathedrale St.Peter den Abschluss. Über einen Livestream konnten die Hauptveranstaltungen auch online mitverfolgt werden.

Informationen über eigenes App

Für einen reibungslosen und sicheren Ablauf arbeiteten die Organisatoren eng mit den Genfer Behörden zusammen. Über eine App erhielten die Teilnehmenden die notwendigen Informationen in ihrer Sprache. Die App ermöglichte den Organisatoren auch, die Teilnehmenden via Push-Nachrichten auf dem Laufenden zu halten und sicherheitsrelevante Infos rasch zu verbreiten. Dass die Teilnehmenden aus allen Landesteilen und aus dem Ausland kamen und während des Festivals an über 36 verschiedenen Standorten untergebracht waren, vereinfachte die Organisation des Grossanlasses nicht. Die Veranstaltung velief dennoch ohne grössere logistische Zwischenfälle.

SEK und freikirchliche Verbände

Getragen wurde das Jugendfestival vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) in Zusammenarbeit mit freikirchlichen Verbänden und weiteren Jugendverbänden. Mehr als 660 ehrenamtlich Mitarbeitende, zur Hälfte aus der Genfer Kirche und zur Hälfte aus der deutschen Schweiz, waren im Einsatz.

Eigens einen Verein gegründet

Für die Durchführung von „Reform­action“ wurde ein Verein gegründet. Er setzt sich zusammen aus Mitgliedskirchen des Evangelischen Kirchenbundes SEK, dem Bibellesebund, Chrischona Schweiz, JAHU, SEA/RES, EGW, SBG, CEVI, VBG, ACAT, CfC, Vineyard Bern sowie dem Blauen Kreuz. Im Vorstand sind Daniel de Roche (Präsident, Mitglied des Rats des SEK), Vanessa Trüb (Lokalkomitee, EPG), Thomas Alder (Ref. Kirche TG), Beat Urech (Ref. Kirche AG) und Markus Giger (Bibellesebund). Die operative Leitung verantworteten und meisterten Markus Giger (bibellesebund.ch) und Peter Bruderer (springtimefestival.ch).

www.reformaction.ch

 

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