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Nachruf
31. Dezember 2020

Pensonierter Missionsleiter der Karmelmission Samuel Fehr gestorben

Der ehemalige Missionsleiter Samuel Fehr. Foto: Evangelische Karmelmission
Der ehemalige Missionsleiter Samuel Fehr. Foto: Evangelische Karmelmission

Schorndorf (idea) – Der ehemalige Chrischona-Pastor und spätere Leiter der Evangelischen Karmelmission, Samuel Fehr, ist an Heiligabend im Alter von 87 Jahren in Schorndorf bei Stuttgart gestorben – nur einen Tag nach dem Tod seiner Ehefrau Suzanne (87).

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Er verantwortete die Arbeit der Karmelmission von 1974 bis 1999. In seiner Amtszeit dehnte sich der Dienst der 1904 gegründeten Mission stark aus. Sie ist laut eigenen Aussagen heute einer der weltweit größten auf den Islam spezialisierten Verlage für evangelistische Literatur.

In der Todesanzeige des Vorstandes für Fehr heißt es: „Wir sind sehr dankbar, dass er die Karmelmission in all ihren Facetten so eindeutig und evangelikal geprägt hat.“ Suzanne und Samuel Fehr hätten sich in ihrem Einsatz für die Mission „wunderbar ergänzt“.

Wie der heutige Leiter des Werkes, Martin Landmesser (Schorndorf), in einem Nachruf schreibt, hat Samuel Fehr auch in anderen Organisationen Segensspuren hinterlassen, etwa in der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), deren Vorstand er über viele Jahre angehörte, dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband und dem Württembergischen Arbeitskreis für Weltmission. Das „Markenzeichen“ des Ehepaares Fehr seien zwei Worte gewesen: „Gott kann!“. So sei es in vielen ihrer Gebetsbriefe zu lesen gewesen. Gott werde mit allen Lebenssituationen fertig. „Das haben beide bis zum letzten Atemzug selbst erfahren“, so Landmesser.

Bevor das Ehepaar Fehr zur Karmelmission kam, hatte es im Auftrag der Pilgermission St. Chrischona ein Ferienheim der Stadtmission und deren Gemeindearbeit in Locarno (Kanton Tessin) am Lago Maggiore geleitet. Samuel und Suzanne Fehr hinterlassen drei Kinder, sechs Enkel und einen Urenkel.

Die Evangelische Karmelmission unterhält Regionalbüros in 20 Ländern mit mehr als 200 Mitarbeitern. Neben ihrem evangelistischen Dienst versorgt das Werk Tausende Kriegsflüchtlinge in den Zeltlagern des Libanon, Jordaniens und des Irak.