Freitag • 25. Mai
Verfassungsrevision
25. April 2018

Die neue Verfassung des Kirchenbunds ist auf der Zielgeraden

SEK-Abgeordnetenversammlung im Herbst 2017 in Bern. Foto: SEK
SEK-Abgeordnetenversammlung im Herbst 2017 in Bern. Foto: SEK

(idea/ref.ch/SEK) - Die Abgeordneten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) haben die erste Lesung der neuen Verfassung abgeschlossen. An der ausserordentlichen Versammlung am 23. und 24. April im Berner Rathaus wurde die erste Lesung zu Ende geführt, die im November 2017 begonnen hatte. Damals hatte man sich bereits auf die Präambel, die Grundlagen und den neuen Namen: „Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz“ (EKS) geeinigt. Nun bestätigten die 66 Delegierten weitere Weichenstellungen für die Zukunft: Die EKS wird eine nationale Synode haben, eine dreigliedrige Leitung, die Konferenz der Kirchenpräsidien wird institutionalisiert und Handlungsfelder werden geschaffen. 

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Nationale Synode

Laut SEK-Medienmitteilung soll mit der neuen Verfassung die heutige Abgeordnetenversammlung in eine nationale Synode umgewandelt werden, was den kirchlichen Charakter des Gremiums unterstreiche. Damit werde die kirchliche Gemeinschaft unter den 26 Mitgliedern des heutigen Kirchenbundes gestärkt. Um Synergien zu schaffen und die Mitgliedkirchen zu unterstützen, kann die Synode zukünftig bei Themen, die für alle von Interesse sind, Handlungsfelder schaffen. Mit der neuen Verfassung wird zudem die Konferenz der Kirchenpräsidien (KKP) institutionalisiert. Das Gremium mit allen Präsidentinnen und Präsidenten der Mitgliedkirchen erhält eine beratende Funktion und pflegt enge Beziehungen zum Rat, so die SEK-Mitteilung.

Dreigliedrige Leitung

Neu soll die EKS eine dreigliedrige Leitung haben: synodale, kollegial und personal. Die nationale Synode bildet das oberste Organ, der Rat ein kollegiales Gremium und die Präsidentin bzw. der Präsident des Rates vertritt diesen als Person. Eine überwiegende Mehrheit stimmte für eine vierjährige Amtszeit des Präsidenten. Der Entwurf sah ursprünglich sechs Jahre vor. Der Präsident soll bereits ein Mitglied des Rates sein, muss aber auch weiterhin nicht zwingend ordinierter Pfarrer sein. Auch hier stimmten die Delegierten gegen den Verfassungsentwurf.

Die neue Verfassung soll in zweiter Lesung an der Sommerabgeordnetenversammlung vom 17. bis 19. Juni in Schaffhausen beraten werden. Die Schlussabstimmung wird im Dezember an einer ausserordentlichen Versammlung durchgeführt. Die neue Verfassung soll am 1.1.2019 in Kraft treten.

 

 

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