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Diakonissenmutterhaus St. Chrischona
26. November 2019

Leiterin der Schwesternschaft ist selbst nicht Diakonisse

Schwester Ursula Seebach neben der neuen Leiterin der Schwesternschaft St. Chrischona, Christine Zimmermann. Bild: zvg
Schwester Ursula Seebach neben der neuen Leiterin der Schwesternschaft St. Chrischona, Christine Zimmermann. Bild: zvg

Bettingen (DMH/rg) - „Eine Tradition der Erinnerung schafft Kraft für die Herausforderungen in der Zukunft. Herkunft hat dann Zukunft, wenn sie bearbeitet wird“ – so Präses Dr. Michael Diener in der Predigt im Fest-Gottesdienst zum Leitungswechsel im Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona DMH. Der Geschäftsführer des DMH Joachim Rastert sagte in seiner Einführung: „Wir bringen heute zum einen unseren Dank zum Ausdruck für Gottes gnädige Führung und zum anderen erbitten wir Gottes Segen für die künftigen Leitungskräfte im DMH.“

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Neue Leiterin ist nicht Diakonisse

Schwester Ursula Seebach wurde als Oberin nach 7,5 Jahren in der Leitung von ihren Aufgaben entpflichtet. In diesen Jahren lagen viele Entscheidungen über den zukünftigen Weg des Diakonissen-Mutterhauses. Aktiv gestaltete sie die Perspektiven mit. Als Nachfolgerin wurde Frau Christine Zimmermann als Leiterin der Schwesternschaft eingeführt. Neben ihrer Profession als examinierte Krankenschwester hat Frau Zimmermann auch das Theologiestudium mit dem ersten Examen abgeschlossen und arbeitete zuletzt als Religionslehrerin. Der Übergang in der Leitung von einer Diakonisse zu einer zivilen Person bedeutet ein wesentlicher Paradigmenwechsel in der Geschichte des Diakonissen-Mutterhauses. Der geistliche Auftrag und die diakonische Ausrichtung bleiben dadurch aber nicht nur erhalten, sondern sollen in der Zukunft verstärkt werden.

Ebenfalls wurde Andreas Heinemann als ehrenamtlicher Präsident des DMH-Stiftungsrates verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde Gemeinschaftspastor Stefan Heeß, Lörrach in sein Amt eingeführt.

Sechs Schwestern und 110 Mitarbeitende im aktiven Dienst

Das Diakonissen-Mutterhaus wurde 1925 gegründet und ist heute Heimat für 79 Diakonissen. Davon stehen aktiv im Dienst ca. 6 Schwestern. Darüber hinaus sind in den verschiedenen Bereichen in Deutschland und in der Schweiz insgesamt ca. 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Zum DMH gehört ein Pflegeheim, die Altenpflegeschule Manoah, ein Fort- und Weiterbildungsinstitut (Belchen-Institut), verschiedene diakonisch missionarische Projekte. Auf St. Chrischona baut das DMH zurzeit einen Wohnpark für alle Generationen. Die Fertigstellung ist bis 2022 geplant.