Sonntag • 25. August
1.-Augustgottesdienst auf den Nollen
03. August 2019

Heidi, Heyd und Alphornklänge

Pfarrerin Christa Heyd, Weihbischof Marian Eleganti, Alphornbläserinnen- und bläser. Foto: zvg
Pfarrerin Christa Heyd, Weihbischof Marian Eleganti, Alphornbläserinnen- und bläser. Foto: zvg

Wuppenau (idea) - Die Nummernschilder der parkierten Fahrzeuge verrieten, dass der Gottesdienst am 1. August auf dem Nollen, einem Aussichtspunkt bei Wuppenau TG, weit herum bekannt ist. Auch die zusätzlich aufgestellten Bänke im Freien waren voll besetzt. Geschätzte 300 Personen waren zum traditionellen, ökumenischen Gottesdienst gekommen. Die "Sitti-Mounthorns" gaben vor dem grossen dem Zelt eine Kostprobe des Klangvolumens ihrer Alphörner. Die zwei Jodlerinnen mit Begleitung bauten mit ihren schönen Stimmen eine Brücke zur Besinnung.

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Christa Heyd beleuchtete "Heidi" 

Weihbischof Marian Eleganti begrüsste die Besucher mit einem Gebet und zwei Kinder ermunterten mit dem Psalm 100 zu einem Aufruf zum Lobe Gottes. Pfarrerin Christa Heyd widmete den diesjährigen Gottesdienst der bedeutenden Schweizer Jugendschrifstellerin Johanna Spyri. Spyri hat vor 140 Jahren den Roman "Heidi" geschrieben und dürfte damals kaum geahnt haben, dass dieser einmal in 50 Sprachen übersetzt und rund 50 Millionen Mal verkauft werden würde. Christa Heyd verstand es vorzüglich in diesem Roman nicht einfach Unterhaltung zu sehen, sondern auch die biblischen Aspekte im Hintergrund hervorzuheben.

Geschichte einer Heimkehr

"Heidi sei die Geschichte einer Heimkehr in jeder Beziehung", sagte Pfarrerin Heyd. Und damit auch eine liebevolle Einladung, heimzukommen zu Gott. Heyd beleuchtete die aufschlussreichen familiären Hintergründe von Johanna Spyri und betonte, dass der Segen der Vorfahren die Dichterin zum Segenswerkzeug gemacht habe. Christa Heyd zog einen Vergleich und mahnte: "Heute wird vielfach der Segen der Väter vergessen, die unser Land gründeten und prägten. Rückkehr zu den Wurzeln im Bund mit Gott hilft der Schweiz und rettet Europa.".

Beten für die Schweiz

Dass unser Land unter dem Schutz des Höchsten steht, dafür beteten Regula Böhi-Zbinden, Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbandes, der evangelische Synodale Fritz Wächli, sowie die ehemaligen und amtierenden Kantonsräte Wolfgang Ackerknecht, Dominik Diezi und Iwan Wüst. Der Schweizerpsalm und das Thurgauerlied entfaltete sich anschliessend zu einem Crescendo und nach dem Lied "Grosser Gott wir loben dich" sprach  Weihbischof Eleganti das Schlussgebet. Alphörnklänge begleiteten die teils sichtlich bewegente Teilnehmenden nach Hause. (Autor: Eddy Billeter)

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