Samstag • 25. Januar
Auftakt zur Allianzgebetswoche 2020
13. Januar 2020

Frieden mit Gott zuerst, nicht erst zuletzt!

Ständerat Jakob Stark im Interview mit Stephan Reutimann: Aktiv für den Frieden einsetzen. Foto: idea/rh
Ständerat Jakob Stark im Interview mit Stephan Reutimann: Aktiv für den Frieden einsetzen. Foto: idea/rh

Zürich/Sulgen (idea/rh) - Streit, Gewalt, Mobbing, Krieg, Verfolgung: Täglich lesen und hören wir davon. Wo ist der Friede in unserer Gesellschaft, in unserer Zeit, in unseren Leben geblieben und wie finden wir ihn? Während der europaweit stattfindenden Allianzgebetswoche vom 12. bis 19. Januar 2020 rufen die Schweizerische Evangelische Allianz SEA und das Réseau évangélique suisse RES auf, sich Gedanken darüber zu machen.

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Gebetsheft gestaltet

Das dazu herausgegebene Gebetsheft beleuchtet unterschiedliche Beziehungsfelder des Lebens: Frieden mit Gott, mit sich selbst, mit der Schöpfung und mit den Mitmenschen - seien es Familienmitglieder, Fremde, Mitchristen oder Andersdenkende. Denn es gehört zum Auftrag als Christ, Frieden zu haben, zu leben und im eigenen Umfeld zu stiften. Wie es die Bibel im Römerbrief lehrt: "Ists möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden."

Interview mit Ständerat Jakob Stark

Bis zum 19. Januar feiern die in lokalen Allianzen zusammengeschlossenen Kirchen gemeinsame Gottesdienste und sie gestalten Gebetstreffen. Entsprechend füllte sich in Sulgen TG am Sonntag, 12. Januar, der Auholzsaal zum Auftakt der Alliangebetswoche bis zuhinterst. In der örtlichen Allianz sind vier freikirchliche und eine landeskirchliche Gemeinde verbunden. An diesem Sonntag verschmolzen sie zu einer grossen Gemeinde. Die rund 500 Besucher erlebten einen Morgen unter dem Thema "Frieden mit Gott". Das mit Spannung erwartete Interview mit dem neu in den Ständerat gewählten Thurgauer Regierungsrat Jakob Stark, führte Stephan Reutimann. Stark stellte sich Fragen zu seinem Umgang mit Widerstand und persönlichen Angriffen, ob Sicherheit eine Frage der richtigen Bewaffnung sei und was die Kirchen für den Frieden vor Ort beitragen können. Bei der Frage zur Sicherheit meinte Jakob Stark, dass wir nicht in einer perfekten Welt lebten. Der Staat habe das Gewaltmonopol und treffe Massnahmen, den Frieden zu sichern. Den Kirchen riet er, das Evangelium zu verkündigen und zu leben und sich aktiv in die Dorfgemeinschaft einzubringen. Und zu welchem Thema möchte er einmal eine Predigt hören? Er vertiefe sich gerne in die Briefe von Paulus, verriet Ständerat Stark. Daraus abgeleitet würde ihn eine Predigt interessieren über "Christsein in Wort und Tat. Mein Beitrag als kleiner Mensch für den Frieden in der Welt".

24/7-Gebet

Pfarrer Hanspeter Herzog stellte in einer anschaulichen Predigt fest, dass wir uns für den Frieden einsetzen müssten. Der Unfriede hingegen komme selber, schleichend. Es gelte den Frieden zu suchen mit der Schöpfung, mit Fremden, mit Autoritäten, mit sich selber. Bei dieser Aufzählung komme der Frieden mit Gott häufig erst ganz zuletzt, bedauerte Herzog. Dabei beginne doch alles mit Gott. Der Mensch sei aufgerufen, sich mit Gott versöhnen zu lassen. "Wir sind eingeladen, in den Schuhen von Jesus zu gehen, uns an sein Herz zu binden", betonte der reformierte Pfarrer aus Berg. Während der Allianzgebetswoche wird in Sulgen und Umgebung rund um die Uhr gebetet. 

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