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Westschweiz
17. März 2017

Freikirchliche Theologische Hochschule spaltet die Geister

In der Waadt soll ab September ein Theologiestudium auf Fachhochschulniveau angeboten werden. Die Westschweizer Kantonalkirchen lehnen eine Zusammenarbeit ab. Foto: Het-Pro
In der Waadt soll ab September ein Theologiestudium auf Fachhochschulniveau angeboten werden. Die Westschweizer Kantonalkirchen lehnen eine Zusammenarbeit ab. Foto: Het-Pro

Freikirchliche Kreise wollen ab September in Saint Légier oberhalb von Vevey in der Waadt eine theologische Fachhochschule eröffnen. Wie das Portal ref.ch schreibt, distanzieren sich die reformierten Kantonalkirchen der Westschweiz von der neuen Ausbildungsstätte. Reformierte Pfarrer haben sich an Konzeptarbeiten beteiligt, was nicht überall gut aufgenommen wurde.

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Reformierte Pfarrer beteiligt

Die Hochschule ist laut Bericht als Ausbildungsstädte für Seelsorger von Freikirchen gedacht und strebt eine staatliche Anerkennung der Ausbildung an. Dass die Freikirchen ihre Pfarrerausbildung professionalisieren wollen, wird in den reformierten Landeskirchen anerkennend zur Kenntnis genommen. Auf weniger Verständnis stösst laut dem Bericht, dass sich reformierte Pfarrer bei der Konzeptarbeit für die Fachhochschule beteiligt haben und beispielsweise Jean-Claude Badoux, früherer Präsident der eidgenössischen Hochschule in Lausanne und des Synodalrats der reformierten Landeskirche der Waadt einer der Initianten war.

Unmut der eigenen Pfarrerausbildung

Die Unterstützung durch Mitglieder der reformierten Landeskirche wird als Ausdruck für den Unmut der eigenen Pfarrerausbildung angesehen. Der Weg zum reformierten Pfarramt führt in der Westschweiz einzig über einen universitären Masterabschluss in Theologie. Die rein wissenschaftliche Ausbildung ohne Praxisbezug zu Seelsorge und Gemeindeleben steht in der Kritik. (kath.ch/ms)

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