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Gemeinsame Grundsätze in der Reformation
14. Mai 2019

Die Wurzeln sind im selben Boden

Reformationsbaum gesetzt: Matthias Theis (l.) und Marco Hofmann beim Schaufeln. Foto: Annina Morel
Reformationsbaum gesetzt: Matthias Theis (l.) und Marco Hofmann beim Schaufeln. Foto: Annina Morel

Zürich (idea/am) - "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Dieser Satz, der dem deutschen Reformator Martin Luther zugeschrieben wird, wurde rund um die 500-Jahr-Feier der Reformation zum Symbol der Hoffnung für die wachsende Einheit unter christlichen Kirchen. So entstand die Idee, weltweit 500 Bäume zu pflanzen, die von verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften gespendet werden. Sie sehen sich geschichtlich mit der Reformation und im Glauben an Jesus Christus verbunden.

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Unterschiedlich und doch eins

"Wir gedenken heute der Reformation, die das Christentum neu belebte", eröffnete Jean-Daniel Plüss seine Rede vor dem Zentrum Buchegg. "Alle Kirchen, die mit der Reformation verbunden sind, haben Grundsätze gemeinsam", so der Theologe.

Die symbolträchtige Pflanzung, die zusammen mit eingeladenen Gästen verschiedener Kirchenverbände geschah, war gewissermassen die zweite Hälfte des Aktes. Denn im Luthergarten in Wittenberg war am 1. Oktober 2018 im Namen der SPM bereits ein Baum gepflanzt worden. Plüss bestätigte das damalige Bekenntnis: "Wir sagten: Ja, wir sind ein Kind der Reformation, und ja, es ist ein Anliegen von Christus, dass wir als Einheit zusammenwachsen." SPM-Präsident Marco Hofmann meinte: "Wie gut, dass wir unsere Wurzeln gemeinsam als Kirchen und Denominationen im selben Boden haben. In aller Unterschiedlichkeit der verschiedenen Bäume dürfen wir uns darauf verlassen, dass der Heilige Geist in uns nistet." 

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