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Bayern
25. April 2018

Bedford-Strohm: Ich freue mich, wenn Kreuze öffentlich sichtbar sind

Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: ELKB/Rost
Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: ELKB/Rost

München (idea) – Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), hat die Entscheidung begrüßt, dass künftig in allen staatlichen Behörden in Bayern ein Kreuz hängen soll. Der bayerische Ministerrat hatte am 24. April mitgeteilt, dass das christliche Symbol ab dem 1. Juni im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes angebracht sein soll. Kommunen, Landkreisen und Bezirken empfiehlt der Ministerrat das ebenfalls. Im Gegensatz zu staatlichen Behörden ist es für sie aber eine freiwillige Entscheidung. Er freue sich, wenn Kreuze auch öffentlich sichtbar seien, sagte Bedford-Strohm im Rundschaumagazin des Bayerischen Rundfunks (BR). Religion könne man nicht in die Privatsphäre verdrängen. Ein Kreuz an der Wand sei eine Selbstverpflichtung und bedeute, dass man seinen Inhalt auch im politischen Leben ernst nehme. Es stehe für Menschenwürde, Nächstenliebe sowie Humanität und sei immer auch eine Provokation. Denn Christen glaubten an einen Gott, der am Kreuz mit einem Schrei der Verzweiflung und als Folteropfer gestorben sei: „Wenn wir das ernst nehmen, sind wir an der Seite derer, die heute verletzlich sind; an der Seite der Menschen, die in Not sind.“ Das Kreuz symbolisiere einen Glauben, der nicht auf ein Land begrenzt sei. Es dürfe nicht parteipolitisch missbraucht werden.

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