Sonntag • 21. April
Grundausbildung für Mission gestartet
09. April 2019

Am ISTL Mission lernen

Das ISTL bietet in Zusammenarbeit mit Missionsgeselllschaften eine Grundausbildung für Mission an. Bild: ISTL/Instagram
Das ISTL bietet in Zusammenarbeit mit Missionsgeselllschaften eine Grundausbildung für Mission an. Bild: ISTL/Instagram

Zürich (idea/dg) - Wie kann man sich in der Schweiz am besten auf einen Missionsdienst vorbereiten? Bis vor kurzem gab es in deutschsprachigen Ländern kein Angebot einer missiologischen Grundausbildung. Der Weg über allgemeine theologische Studien musste beschritten werden. Vertreter von Missionswerken traten mit dieser Feststellung an das Ausbildungszentrum für Theologie und Leiterschaft ISTL in Zürich heran. Wäre es möglich, solch eine Grundausbildung in der Schweiz anzubieten?

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Beim ISTL auf offene Ohren gestossen

Beim 2005 initiierten ISTL war der Missionsgedanke schon von Beginn weg prägend. Es bestanden enge Beziehungen zu Missionswerken. So stiess das Anliegen auf offene Ohren. Vor drei Jahren trafen sich Vertreter von Frontiers, WEC International, OM, ÜMG/OMF mit Christoph Schum vom ISTL zu einem informellen Austauschtreffen. "Noch am selben Treffen war allen die Dringlichkeit so stark bewusst, dass wir gleich einen Fahrplan erstellten", schaut Schum zurück. WEC stellte Michael Haller und Frontiers Gregor Weber frei für die Vorbereitung des Studiengangs. Dieses Kernteam erarbeitete das Projekt. SAM global und die Missionskommission der SPM schlossen sich ebenfalls dem Kreis von Partnern an.

Aufgrund konkreter Nachfragen von Kandidatinnen und Kandidaten startete der Studiengang "Intercultural Studies" bereits 2018, schneller als geplant, mit sechs Personen. Im Herbst 2019 ist wieder ein Einstieg möglich. Zu den Dozenten gehören praxiserfahrene Missiologen. So war zum Beispiel Hannes Wiher von SAM global Arzt in Guinea und unterrichtet als promovierter Missiologe in verschiedenen Ländern. Markus Dubach war in der Mongolei tätig und leitet seit 2009 ÜMG/OMF Schweiz. Kathrin Pope von Wycliffe war an der Übersetzung des Neuen Testaments in eine lokale Sprache in Benin beteiligt. Acht weitere Fachdozenten verschiedener Missionen sind um den fundierten Unterricht besorgt.

ISTL-Praktikum im Nahen Osten

Der Studiengang "Intercultural Studies" am ISTL ist von Praxisnähe gekennzeichnet. So kamen einige Studierende kürzlich von einem Einsatz bei einer unterdrückten Volksgruppe im Nahen Osten zurück. Sie wollten herausfinden, ob es möglich wäre, in dieser Gegend eine Jungschararbeit zu starten. Die Reise sollte auch für die persönliche Berufung wegweisend sein. Erste Kontakte mit Kirchen in der weiteren Umgebung des Flüchtlingslagers waren positiv. Die Gruppe war überwältigt, wie sich Jugendliche in einem Flüchtlingslager für biblische Geschichten interessierten. 

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