Freitag • 17. August
Nationaler Gebetstag in Brugg
03. August 2018

2000 tun Busse und beten um Regen

Sich vor Gott beugen und dann aufbrechen für Jesus: Gebetstag in Brugg. Foto: Gebet für die Schweiz
Sich vor Gott beugen und dann aufbrechen für Jesus: Gebetstag in Brugg. Foto: Gebet für die Schweiz

Brugg (idea) - Der von "Gebet für die Schweiz" organisierte jährlich am Schweizer Nationalfeiertag stattfindende Gebetstag fand diesmal in Brugg AG statt. Gut 2000 Personen aus allen Denominationen fanden sich an diesem sehr heissen 1. August im "Geissenschachen" ein. Darunter auffallend viele Junge und Migranten. Fahnen aus allen Gemeinden der Schweiz prägten das Bild auf dem Sportplatz, auf dem vier grosse Holzkreuze standen.

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Aufruf zur Umkehr

"Ihr seid wie die 300 Streiter Gideons", sagte Hans-Peter Lang von "Gebet für die Schweiz" nach den ersten Liedern. "Ihr zittert nicht vor der Hitze und ihr steht in den Riss im Land." Lang rief die Anwesenden zur Umkehr auf, auch stellvertretend dafür, dass die Schweiz sich fremden Göttern zuwendet, "dem Humanismus, der Esoterik, dem Mammon". Wir sollen umkehren zu Gott - zu Wort und Gebet. Die Feinde des Gebets wollten "Programm", meinte der Referent. Dieses habe das Gebet und die Verkündung ersetzt. "Jede Erweckung beginnt mit einer betenden Gemeinde. Deshalb sind wir da! Wir werfen den Feind raus und tun Busse dafür, dass das Gebet so schwach geworden ist", so Hans-Peter Lang. Es gehe auch darum, den "Geist des Mammons" zu brechen, hielt er weiter fest. Gott sei kein Automat, bei dem "oben das Gebet reingeworfen werde und unten die Segnung" rauskomme.

Busse, Lobpreis und 2018 Ballone

Als Reaktion knieten viele Beterinnen und Beter vor einem der Kreuze im hinteren Teil der grossen Wiese nieder. Sie bekannten persönliche und gesellschaftliche Schuld vor Gott und baten um Vergebung und Erneuerung. Am Nachmittag beteten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen für Bildung, Politik und Israel. Im Anschluss rief Hans-Peter Lang zu neuer Hingabe und erneuerter Berufung für unser Land auf. Hunderte von Teilnehmenden reagierten und bekannten, gemeinsam das Evangelium von Jesus Christus ins Land zu tragen. In ausgedehnten Lobpreiszeiten, die Marco Jörg zusammen mit einem Team von jungen Sängerinnen und Musikern gestaltete, wurde Gott angebetet. Das Schlussbouquet bildeten 2018 rote Ballone. Sie stiegen mit dem Bekenntnis "Jesus lebt!" in den Himmel.

Beten um Regen

Die Beterinnen und Beter harrten trotz der grossen Hitze aus. Die verdorrte Wiese führte allen vor Augen, wie die Natur unter der Trockenheit leidet. Spontan wurde deshalb gegen Ende des Gebetstags intensiv für Regen gebetet. Viele der Gebetstagsteilnehmer beteten noch am Abend voller Dankbarkeit weiter. Denn schon auf der Rückreise waren sie vom einsetzenden Regen überrascht worden. Für sie stand fest, dass Gott ihr Flehen erhört hatte. Sie empfanden den in diesen Tagen so überraschenden Regen als Ermutigung, weiterhin für Land und Leute zu beten.

Grosse Ernsthaftigkeit

Stephan Trottmann vom Organisationskomitee äussert sich gegenüber idea sehr zufrieden über den Verlauf des Tages: "Im Erkennen, dass sich die Gemeinde in vielen Bereichen von Gott und seinem Wort entfernt hat und der daraus entstandenen Busse, den vollmächtigen Gebeten und dem Freisetzen des fünffältigen Dienstes sehen wir Gottes Wirken." Dass die Teilnehmenden trotz der Hitze bis zu acht Stunden dabei waren, sei ein Hinweis auf ihr starkes Mittragen. Die grosse Ernsthaftigkeit und Hingabe der Teilnehmer habe die vergleichsweise geringe Teilnehmehrzahl aufgewogen. Der Nationale Gebetstag war live nach Bellinzona übertragen worden. Dort hatten sich Tessiner Christen versammelt, um am Gebet für unser Land teilzunehmen. Radio Mario berichtete live.

"Tiefer Friede auf dem Platz"

Hans-Peter Lang nennt als nachhaltigen Eindruck die Teilnahme der vielen jungen Menschen. Das seien "Beter für das Land, das Volk und die Gemeinde Jesu". Das gemeinsame Gehen zum Kreuz und das Bekenntnis, sich den Gaben gemäss einzusetzen, habe ihn bewegt, sagte er auf Radio LifeChannel. Auf dem Platz habe ein tiefer Friede gelegen. Und dann noch das Gebet um Regen, der an diesem 1. August abends dann tatsächlich an manchen Orten fiel. Auch dies sei ein Zeichen des barmherzigen Gottes gewesen, meint der Leiter von Gebet für die Schweiz. (Autoren: Daniel Gerber/Livenet; Rolf Höneisen/idea)

 

 

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